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Norwegian mit Milliardenverlust im Schlussquartal 2020

Die angeschlagene norwegische Fluggesellschaft Norwegian hat im Abschlussquartal 2020 einen Milliardenverlust gemacht. Künftig wird sich die Airline auf Europaflüge konzentrieren.

Boeing 737 der Norwegian. © AirTeamImages.com / Aleksi Hamalainen

Norwegian hat das Krisenjahr 2020 mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Das Minus in den letzten drei Monaten des abgelaufenen Jahres betrug unter dem Strich 16,6 Milliarden norwegische Kronen (1,6 Milliarden Euro), wie die Billig-Airline am Freitag mitteilte.

In dem Zeitraum seien im Zuge von Corona-Pandemie und Reisebeschränkungen nur noch 574.000 Kunden mit Norwegian geflogen, was einem Rückgang um 92 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprach. Von den 131 Flugzeugen der Norwegian-Flotte seien durchschnittlich nur 15 in Betrieb gewesen.

"2020 ist ein außerordentlich schwieriges Jahr für die gesamte Flugbranche und für Norwegian gewesen", resümierte Konzernchef Jacob Schram. Das Ergebnis des Abschlussquartals komme deshalb nicht überraschend. Die Fluglinie bietet künftig keine Langstreckenflüge mehr an und will sich stattdessen auf Kurzstreckenin Europa und vor allem in Skandinavien konzentrieren.

Die in Irland und Norwegen eingeleiteten Umstrukturierungsprozesse liefen nach Plan, erklärte Norwegian. In beiden Ländern hat Norwegian Gläubigerschutz erhalten. Ziel ist, die hohen Schulden zu verringern, die Flottenstärke anzupassen und an neues Kapital zu gelangen.

Von: br, dpa

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