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Mit der Verlängerung bleiben den Angaben zufolge die 1997 eingeführten Beschränkungen des Nachtflugbetriebs über 2015 hinaus erhalten. Damit gelte auch nach wie vor ein Nachtflugverbot für laute Strahlflugzeuge, die nicht auf der «Bonusliste» des Bundesverkehrsministeriums stehen. Auch die Wirk­samkeit der Lärmschutzmaßnahmen müsse weiterhin alle fünf Jahre überprüft werden, teilte das Ministerium mit.

Die Grünen bezeichneten die Entscheidung des Ministers als «abgekartetes Schauspiel». Wittke habe in der Lärmkommission und mit den «protestierenden Bürgermeistern» der umliegenden Städte nur «vorgetäuschte Anhörungen» veranstaltet, teilte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Horst Becker, mit. Trotz aller Gutachten über Gesundheitsgefährdungen für Anwohner des Flughafens durch den Fluglärm habe die Landesregierung «von Anfang an» beabsichtigt, dem Antrag des Flughafens zu entsprechen.

Die Stadt Köln begrüßte dagegen die Entscheidung von Wittke. «Mit der positiven Minister-Genehmigung ist eine der wichtigsten zukunftssichernden Entscheidungen zugunsten der Kölner Wirtschaft und des Arbeitsmarktes gefallen», sagte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU). Mit diesem Beschluss seien nicht nur die davon betroffenen rund 10 000 Arbeitsplätze rund um den Flughafen deutlich sicherer geworden, «sondern auch alle heutigen und künftigen Arbeitsplätze, die in der globalisierten Welt auf schnelle Zulieferung angewiesen sind». Köln bleibe «erste Liga».

Auch die Flughafengesellschaft bedankte sich bei der Landesregierung für den Beschluss. Die Entscheidung gebe «den hier operierenden, auf Nachtflug angewiesenen Unternehmen die erforderliche Planungssicherheit für ihre Investitionen in Höhe von mehr als 200 Millionen US-Dollar binnen fünf Jahren».