Air France-KLM vor umfangreichen Staatshilfen - Chef verzichtet auf Bonus

Benjamin Smith, Chef von Air Fance-KLM, verzichtet Bonuszahlungen. Damit rückt die offizielle Ankündigung umfangreicher Staatshilfen für den Konzern näher. Berichte gehen von insgesamt zehn Milliarden Dollar aus.

Benjamin Smith, Vorstandvorsitzender von Air France-KLM © dpa / Michel Euler/AP

Nach Protest in den Niederlanden verzichtet der Chef der in der Corona-Krise auf Staatshilfe hoffenden Fluggesellschaft Air France-KLM, Benjamin Smith, auf Bonuszahlungen. Für 2020 verzichte er auf den variablen Teil seiner Vergütung, zuvor habe er für die Dauer der Krise bereits auf ein Viertel seiner Festbezüge verzichtet, teilte Smith am Donnerstag in Paris mit. Zuvor hatte der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra einen möglichen Bonus für Smith kritisiert.

"Wir finden Bonuszahlungen in dieser Krisenzeit nicht vernünftig und nicht mit einer Hilfe aus Steuergeldern vereinbar", sagte der Minister der Zeitung "De Telegraaf". "Das werden wir dem Unternehmen deutlich machen, auch während der Aktionärsversammlung." Die Modalitäten einer Bonuszahlung seien noch Anfang April angepasst worden, so die Zeitung. Wie der Rundfunksender NOS berichtete, hätte ein Bonus für Smith demnach davon abhängen können, wie viel Geld die Airline am Ende des Jahres in der Kasse hat.

© Air France/KLM, Lesen Sie auch: Air France-KLM braucht bald staatliche Finanzhilfen

Da dies im wesentlichen vom Umfang der erhofften Staatshilfe aus den Niederlanden und Frankreich abhängig sei, wäre der Bonus für den Spitzenmanager mit steigender Staatshilfe gestiegen. Laut "Reuters" und Berichten anderer französischer Medien beläuft sich das Gesamtpaket auf zehn Milliarden Euro, wovon sechs Milliarden Kreditgarantien umfassen und vier Milliarden Finanzhilfen aus einem staatlichen Notfallfonds.

Von: dk, dpa

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