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Australische und niederländische Ermittler untersuchen ein Wrackteil der über der Ukraine abgestürzten Maschine der Malaysia Airlines. © dpa / Igor Kovalenko

Bei den Ermittlungen zum Absturz von Malaysia-Airlines-Flug-MH17 über der Ostukraine hat die niederländische Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben große Fortschritte gemacht. "Wir haben sehr, sehr viele Beweise gesammelt", sagte der leitende Staatsanwalt Fred Westerbeke am Samstagabend im niederländischen Fernsehen.

Es gebe viele Indizien, dass die Maschine am 17. Juli von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden sei. "Aber wir untersuchen alle möglichen Szenarien", betonte der Leiter der internationalen Ermittlungen.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli über der Ostukraine höchstwahrscheinlich abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet, die meisten waren Niederländer. Die Ukraine hatte das Land daher gebeten, die Untersuchungen zu führen. Die Wrackteile wurden Anfang Dezember in die Niederlande überführt, wo sie zusammengesetzt werden sollen.

Die Staatsanwaltschat hatte am Wochenende auch die Hinterbliebenen der Opfer in einem Brief informiert. Die Ermittlungen würden sicher noch ein Jahr andauern, erwartet Westerbeke. "Wir müssen unumstößliche Beweise liefern." Abgehörte Telefongespräche, Milliarden Internetseiten mit Fotos und Videos und Dutzende Zeugenaussagen müssten ausgewertet werden