Rundschau Neue Sitzplatzgebühren bei Lufthansa und Streikverlängerung bei Ryanair

Bis zu 55 Euro kosten Sitzplatzreservierungen in der Premium Economy bei den Lufthansa-Airlines künftig. Das gibt es bei Ryanair billiger, aber die Piloten verlängern ihren Streik. Unsere Übersicht mit den Kurzmeldungen und der Presseschau des Tages.

Neue Lufthansa-Group Premium Economy Sitze (aus der Präsentation zum Capital Markets Day) © Lufthansa

Jeden Abend gibt es auf airliners.de die kompakte Rundschau mit den Randnotizen und dem Pressespiegel des Tages.

Die Randnotizen des Tages

Passagiere der Premium Economy Class der Lufthansa, Swiss und Austrian müssen ab 19. September Gebühren für die Sitzplatzreservierungen bezahlen, das geht aus einem Dokument auf der Lufthansa-Homepage hervorgeht. Die Gebühren reichen dabei je nach Tarifzone von 35 bis 55 Euro.

Die britischen Ryanair-Piloten verlängern ihren Arbeitskampf um sieben Tage. Das teilte die Pilotengewerkschaft Balpa am Mittwochabend mit. Zuvor hatte ein fünftägiger Streik weder zu größeren Ausfällen noch zu neuen Verhandlungen geführt. Balpa hatte erstmals Anfang August im Streit über Renten, Bezahlung und andere Themen zu dem mehrtägigen Streik aufgerufen.

Die weltweite Nachfrage nach Luftfracht geht weiter zurück. Im Juli verzeichnete der Airline-Verband Iata ein Minus von 3,2 Prozent bei den Frachttonnenkilometern im Vorjahresvergleich. Das ist der neunte Monat mit negativer Entwicklung in Folge.

Am Wiener Airport ist die 800 Quadratmeter große "Fashion Gallery" eröffnet worden, teilt der Flughafen mit. Betreiber Lagardère hat unter anderem in Amsterdam, Singapur und Madrid Läden mit demselben Shop-in-Shop-Konzept mit Designer-Marken.

United Airlines setzt künftig auf mehr Rotationen nach Deutschland vom Drehkreuz Washington-Dulles 777-200 ein, die neben Economy und Premium Economy auch die neue "Premium Plus"-Sitze an Bord haben. Ende Oktober geht es auf der Frankfurt-Verbindung los, ab Januar auf der München-Route.

Der Bodendienstleister Swissport hat im ersten Halbjahr 7,2 Prozent mehr operativen Gewinn als im Vorjahreszeitraum gemacht. Das entspricht 122 Millionen Euro, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht. Der Umsatz wuchs um 6,1 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro.

Die spanische Airline Volotea arbeitet mit dem spanisch-australischen Start Up Dante Aeronautical und weiteren Projektpartnern an einem hybrid-elektrischen Flugzeug für 19 bis 35 Passagiere, teilt das Unternehmen mit. Die Maschine soll auf sehr nachfrageschwachen Routen eingesetzt werden und 50 Prozent weniger Treibstoff benötigen als heutige Flugzeuge.

Das schreiben die Anderen

Airbus will die Narrow-Body-Langstreckenversion A321 XLR offenbar primär in Frankreich bauen. Toulouse liege bei der internen Prüfung vorn, eine endgültige Entscheidung solle bis Jahresende kommen, sagte ein Airbus-Sprecher zur "Wirtschaftswoche"

Der emeritierte Hamburger Meteorologie-Professor und Klimaforscher Hartmut Graßl verteidigt Billigflieger gegen Klima-Kritik. Billigfluglinien seien ökologisch am besten, wenn vernünftig gereist und unvermeidbare Flüge finanziell kompensiert würden, sagte der im Beirat des Stuttgarter Flughafens sitzende Graßl zu den "Stuttgarter Nachrichten".

Weltweit sind viele Airlines vom Grounding der Boeing 737 Max nach den beiden Abstürzen betroffen. Unter den Auswirkungen der Krise leiden vor allem Billigairlines wie Norwegian oder Southwest, argumentiert die "NZZ".

Joachim Hunold, intern zu seiner Zeit auch bekannt als "der Achim", ist 70 Jahre alt geworden. Seine Geschichte, wie er es bis zum Chef der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin schaffte, erzählt der "Kölner Stadtanzeiger".

Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Presseschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Von: airliners.de

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