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Neue Jets und Pop-up-Flüge bei Helvetic Airways

Positive Nachrichten in der Corona-Krise: die Schweizer Regionalairline Helvetic bestellt vier neue Maschinen und will den Sommer mit Pop-Up-Flügen bestreiten. Nun steht auch fest, wann die Airline wieder für Swiss abheben wird.

Eine Embraer E190-E2 in der Luft. © AirTeamImages.com / Jan Ostrowski

Was Ende Februar nur ein Gerücht war, hat Helvetic Airways jetzt offiziell verkündet. Die Schweizer Regionalairline hat beim brasilianischen Hersteller Embraer vier der größeren E195-E2 bestellt. Trotz den Auswirkungen der Corona-Pandemie hält die Airline weiter daran fest bis 2021 die "modernste und umweltfreundlichste Regionalflotte in Europa zu betreiben", heißt es in einer Mitteilung.

Helvetic-CEO Tobias Pogorevc sieht den besonderen Vorteil der Maschinen in der Sitzplatzkapazität. Denn mit 120 und 150 Plätzen gebe es in dem Segment "praktisch keine Konkurrenz", lässt sich der Airline-Chef in einer Mitteilung zitieren. Dank der gleichen Cockpitkonfiguration und dem unterschiedlichem Sitzplatzangebot könne man die "operative Flexibilität" weiter ausbauen, so Pogorevc weiter.

Die Order stammt aus einer Option über zwölf E190-E2. Zwölf weitere Maschinen hat Helvetic fest bei Embraer bestellt und die ersten fünf Mittelstreckenmaschinen bereits übernommen. Eigentlich wollte die Airline die übrigen sieben Maschinen bis Mitte 2021 übernehmen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat man sich mit Embraer auf eine Auslieferung bis Ende 2021 geeinigt. Derzeit besteht die Flotte aus 13 Embraer-Jets. Den fünf E190-E2-Maschinen und acht älteren E190-E1.

Helvetic startet Pop-up-Flüge

Um der veränderten Situation im Luftverkehrsmarkt in diesem Sommer gerecht zu werden hat Helvetic sogenannte Pop-Up-Flüge aufgelegt. In Zusammenarbeit mit Reisveranstaltern bietet die Airline kurzfristig buchbare Kurztrips zu Zielen in Europa. Die ersten Ziele sind in Ende Juli Tivat in Montenegro und Brac in Kroatien. Im Augsut werden dann Trips nach Dubrovnik und Vilnius angeboten.

© VBS, Lesen Sie auch: "Helvetic muss und wird keine Staatshilfe beantragen" Interview

Derzeit führt die Airline vorrangig verschiedene Charterflüge für Reiseveranstalter durch. Zudem führt Helevtic mit einer Maschine Wetlease-Flüge für die neue virtuelle Airline Flybair durch.

Gegenüber Schweizer Medien kündigte Pogorevc zudem an, dass seine Airline ab Augsut auch wieder für die Lufthansa-Tochter Swiss im Wetlease fliegen werde. Vor der Corona-Pandemie flog ein Großteil der Flotte für die größte Schweizer Airline.

Von: br

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