Nach Thomas-Cook-Warnung: Tui bestätigt Gewinnziel

Während Tui-Rivale Thomas Cook (Neckermann Reisen) sein Gewinnziel zusammenstreichen musste, hat der Chef Fritz Joussen seine Prognose für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr 2017/18 bestätigt. So soll der operative Betriebsgewinn abseits von Währungsschwankungen wie geplant um mindestens zehn Prozent steigen.

Tui-Chef Friedrich Joussen. © Tui

Dass viele Menschen in Mittel- und Nordeuropa den ungewöhnlich heißen Sommer lieber zu Hause verbrachten, ging aber auch am weltgrößten Reisekonzern aus Hannover nicht spurlos vorüber. Die schwache Nachfrage löste im Last-Minute-Geschäft einen Preiskampf unter den Veranstaltern auf. Joussen hatte daher im August gesagt, dass der Konzern sein Gewinnziel zwar wohl erreichen, aber nicht wie in den Vorjahren deutlich übertreffen werde. Diese Aussage gelte weiterhin, hieß es.

Rivale Thomas Cook musste seine Erwartungen hingegen gleich zweimal kappen. Am Montag räumte Konzernchef Peter Fankhauser ein, dass der operative Gewinn im ablaufenden Geschäftsjahr mit 280 Millionen britischen Pfund (314 Millionen Euro) rund 50 Millionen Pfund niedriger ausfallen werde als im Vorjahr.

Der Sommer ist für Reiseveranstalter die wichtigste Zeit des Jahres. In den heißen Monaten fahren sie in der Regel ihre Gewinne ein - und müssen damit ihre Verluste aus den reiseschwachen Wintermonaten ausgleichen.

Von: cs, dpa

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