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München hofft weiter auf dritte Bahn, © FMG
Dr. Michael Kerkloh © FMG

Der Münchner Flughafen ist auf Wachstumskurs. Die Passagierzahlen steigen weiter. Doch 2012 gab es für die Unternehmensführung eine schwere Niederlage. Die Münchner stimmten gegen den Bau der dritten Piste. dapd-Korrespondent Sebastian Heise sprach mit dem 59-jährigen Flughafenchef Michael Kerkloh über das vergangene Jahr und seine Pläne für die Zukunft.

Heise: Die Münchner haben die dritte Runway per Bürgerentscheid gestoppt? Wie geht es weiter mit dem Flughafen ohne diese dritte Bahn?

Kerkloh: Der Münchner Bürgerentscheid bindet die Stadt München als Gesellschafterin der Flughafen München GmbH, und deshalb kommt der für den Ausbau erforderliche einstimmige Gesellschafterbeschluss derzeit nicht zustande. Die Mehrheitsgesellschafter Freistaat Bayern und Bundesrepublik Deutschland, die gemeinsam über 77 Prozent der Anteile verfügen, stehen aber weiter hinter diesem so wichtigen Projekt. Nichtsdestotrotz führt der Bürgerentscheid auf jeden Fall zu einer erheblichen Verzögerung mit der Folge, dass wir die Nachfrage nach zusätzlichen Flügen in den kommenden Jahren nur noch sehr eingeschränkt erfüllen können.

Gehen die Planungen eigentlich ungeachtet des Bürgerentscheids weiter?

Die Planung ist ja abgeschlossen und schon im vergangenen Jahr behördlich genehmigt worden. Derzeit läuft die gerichtliche Überprüfung dieses Planfeststellungsbeschlusses. Wenn das Gericht unsere Baugenehmigung bestätigt, kann der Ausbau innerhalb der folgenden 15 Jahre vollzogen werden. Wir haben dann also eine Genehmigung in der Schublade, die nach entsprechender Weichenstellung durch unsere Gesellschafter jederzeit sofort aktiviert werden kann.

Was würde Ihnen denn ein Sieg vor Gericht überhaupt bringen?

Eine positive Gerichtsentscheidung wäre natürlich schon ein sehr wichtiges Signal, denn sie würde ja auch deutlich machen, dass viele der Behauptungen und Vorwürfe, die in der teilweise grenzwertigen Kampagne der Startbahngegner vor dem Münchner Bürgerentscheid erhoben worden sind, einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten.

Dieses Jahr haben Sie Ihr zehntes Jubiläum als Münchner Flughafenchef gefeiert. Welche Ziele haben Sie noch, und wie lange wollen Sie noch Flughafen-Chef bleiben? Bis zur Rente?

Ich stehe gerade am Anfang meiner dritten Amtsperiode als Münchner Flughafenchef, die mit dem Jahr 2016 endet. Mein Ziel ist es, dass unser Münchner Flughafen die nötigen Kapazitäten bekommt, um dem wachsenden Bedarf von Passagieren und Airlines auch in Zukunft gerecht werden zu können. Dazu gehört für mich auch eine bessere Vernetzung mit dem Schienenverkehr - insbesondere dem Fernbahnnetz. Von München aus würde es sicher keine Flüge nach Stuttgart oder Nürnberg geben, wenn wir eine leistungsfähige Fernbahnanbindung hätten.

In Ihrer Amtszeit hat sich die jährliche Passagierzahl von 23 Millionen auf 38 Millionen erhöht. Wie war es in diesem Jahr, und wie wird es sich weiterentwickeln?

Wir haben auch in diesem Jahr - anders als viele deutsche und europäische Flughäfen - wieder einen Passagierzuwachs und können deshalb zum Jahresende ein neues Rekordaufkommen ausweisen. Allerdings stellen wir gegenwärtig auch die bremsenden Effekte der konjunkturellen Eintrübung fest und rechnen deshalb im kommenden Jahr auch allenfalls mit geringfügigen Zuwächsen.

2011 hat die Münchner Flughafengesellschaft 200 Millionen Euro Gewinn gemacht. Werden Sie dies 2012 übertreffen?

Das werden wir erst nach Fertigstellung unserer Bilanz wissen, aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir auch 2012 wieder ein erstklassiges Wirtschaftsergebnis erzielen werden.

Werden Sie auch 2013 den Gewinn steigern können?

Wir rechnen auch im kommenden Jahr mit einem deutlich positiven Ergebnis - ob wir den Gewinn der Vorjahre nochmals steigern können, hängt aber letztlich davon ab, wie schnell die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer abschätzbar.

Sie haben in Ihrer Amtszeit auch das zweite große Terminal bauen lassen. Welche Pläne haben Sie noch?

Das Terminal 2 des Münchner Flughafens wird ja 2013 schon zehn Jahre alt und ist angesichts der stetig steigenden Nachfrage auch schon wieder zu eng. Deshalb entsteht auf dem östlichen Vorfeld gegenwärtig unser Satellit, mit dem wir die Passagierkapazität noch einmal um elf Millionen erhöhen werden. Und da steht im kommenden Jahr schon das Richtfest auf dem Programm. Langfristig wollen wir aber auch unser 1992 eröffnetes Terminal 1 einer umfassenden Modernisierung unterziehen.

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