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Das TBS-System von Max Bögl soll demnächst auch in China fahren. © Max Bögl

Das Bundesverkehrsministerium will mit einer Machbarkeitsstudie den Einsatz von Magnetschwebebahnen im Nahverkehr untersuchen. Zum Einsatz kommen könnte die Technologie am Münchner Flughafen.

Man wolle prüfen, welches technische, wirtschaftliche und ökologische Potenzial die Technologie auch im Vergleich zu anderen Transportmitteln wie U-Bahn, Regionalbahn oder Straßenbahn habe, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bei der Vorstellung am Münchner Flughafen.

Dabei handele es sich um ein "völlig neues Magnetschwebesystem 'Made in Germany'", entwickelt von dem Baukonzern Max Bögl im oberpfälzischen Sengenthal, so Scheuer. Der Flughafen München sei nicht nur internationales Verkehrsdrehkreuz, sondern ein Innovationstreiber für Bayern und Deutschland. Dieses "Schaufenster in die Welt" wolle man nutzen. Schließlich seien Magnetschwebebahnen seit Jahrzehnten in der Diskussion.

Im ersten Teil der Studie soll es um die Potenziale der Technologie im Allgemeinen gehen, im zweiten Teil stehe mit dem Flughafen München ein erster konkreter Anwendungsfall im Fokus. Man rechne mit einer Zunahme der Verkehrsströme auf dem Areal und wolle die Mobilität verbessern, sagte Flughafen-Chef Jost Lammers. Flughafen-Beschäftigte könnten die Züge auf dem Weg über das weitläufige Gelände ebenso nutzen wie Reisende, die etwa vom Parkhaus zum Terminal kommen wollen. "Die jetzt auf den Weg gebrachte Untersuchung kann hier wichtige Erkenntnisse und Entscheidungshilfen liefern."

Ein Kilometer für 30 bis 50 Millionen Euro

Die Züge des Transport System Bögl (TBS) fahren bis zu 150 Stundenkilometer schnell, im Tunnel ebenso wie auf Stelzen oder ebenerdig. Die Firma Bögl war bereits im Industriekonsortium, das den Transrapid zum Flughafen München bauen wollte. Als das Projekt 2008 scheiterte, war man enttäuscht. Der Gedanke: "Das kann doch nicht das Ende gewesen sein einer so tollen Idee, das Schweben zu nutzen, um Menschen und Güter zu bewegen", erinnerte sich der Aufsichtsratsvorsitzende Johann Bögl.

Also entwickelten und bauten die Oberpfälzer ein neues System. Ihr Zug sei auf Strecken von bis zu 50 Kilometer ausgelegt. Geschätzte Kosten: Pro Kilometer Fahrweg zwischen 30 bis 50 Millionen Euro. Seit 2017 gibt es eine Teststrecke in Sengenthal. Im März soll zudem in China eine 3,5 Kilometer lange Demonstrationsstrecke in Betrieb genommen werden. Auch der Transrapid ist in China unterwegs - in Shanghai.

Ob der TBS für Städte als Verkehrsmittel praktikabel sein kann, soll nun die Firma TransportTechnologie-Consult aus Karlsruhe herausfinden. Ein Jahr haben die von Scheuer beauftragten Forscher Zeit. Das Geld kommt aus dem Bundeshaushalt. Pro Jahr seien von 2018 bis 2021 je eine Million Euro eingeplant, um die Magnetschwebetechnologie voranzubringen, sagte Scheuer.

© Deutsche Bahn AG, Uwe Miethe Lesen Sie auch: CSU will schnellen Bahn-Anschluss für Flughafen München

Für Bögl ist das Projekt zukunftsweisend. "Deutschland ist in der Lage auch bei Verkehrstechnologien die weltweite Zukunft aktiv mitzugestalten", so der Aufsichtsratsvorsitzende. Die nun beauftragte Machbarkeitsstudie am Flughafen München bilde die Grundlage für eine erste mögliche Anwendungsstrecke des TBS und sei daher ein wesentlicher Meilenstein zum künftigen Erfolg deutscher Verkehrstechnologien.

Die Frage, wie Reisende den Flughafen besser erreichen können, wird mit der Studie indes nicht beantwortet. Eine mögliche TBS-Strecke würde nur auf dem Flughafen-Gelände für schnellere Verbindungen sorgen. Im Gespräch ist nach airliners.de-Informationen eine Anbindung an den neuen Technologiepark.

Derzeit ist der Airport lediglich mit Bussen, der S-Bahn nach München und einem Expresszug aus dem Raum Regensburg angebunden. Geprüft wird aber ein ICE-Bahnhof, damit Fernreisende bequem umsteigen können.

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