Lufthansa schiebt alle Airbus A380 nach München

Lufthansa legt in Folge der Corona-Krise rund 100 Flugzeuge dauerhaft still. Auch die A380-Flotte wird um knapp die Hälfte schrumpfen. Alle verbliebenen A380 schiebt der Konzern nach München. Frankfurt geht leer aus.

Airbus A380 der Lufthansa in München © Lufthansa / Alex Tino Friedel ATF Pictures

Lufthansa wird die Hälfte ihrer A380-Flotte in Folge der Corona-Krise dauerhaft stilllegen und die übrigen Kapazitäten am zweiten deutschen Hub in München bündeln. Das Unternehmen habe "nach Abwägung verschiedenster Kriterien" entschieden, dass "die A380 zukünftig nur noch aus München eingesetzt werden soll", teilte ein Lufthansa-Sprecher auf Anfrage mit.

"Ein Betrieb der A380 an beiden Standorten wäre logistisch und wirtschaftlich zukünftig nicht mehr zu verantworten gewesen", so der Sprecher weiter. Lufthansa betreibt 14 Maschinen des größten Passagierflugzeugs der Welt. Jeweils sieben Maschinen sind seit diesem Jahr in Frankfurt und München stationiert.

"Die Münchner A380 bleiben weiterhin geparkt, die Option zur Reaktivierung wird für München noch aufrecht erhalten", so der Sprecher weiter. Wann die Maschinen wieder jedoch wieder abheben werden, ist derzeit unklar.

A380-Abschied stand schon vor der Krise fest

Lufthansa hatte bereits vor der Krise das Ende der A380-Ära eingeleitet. So wird Airbus in den Jahren 2022 und 2023 sechs Lufthansa-A380 in Zahlung nehmen. Alle acht verblieben A380 werden dann in München stationiert sein, bestätigte der Kranich.

© AirTeamImages.com, Denis Roschlau Lesen Sie auch: Lufthansa und Betriebsräte fordern baldige Staatshilfen-Entscheidung

Erst wurde bekannt, dass der Konzern damit rechnet, dass in diesem Jahr rund 300 der ursprünglich 760 Konzern-Flugzeuge am Boden stehen werden. 2022 werden nach der Prognose noch 200 Flieger nicht benötigt, bevor im 2023 mit rund 660 Jets die Krise überstanden sei.

Von: br

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