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MTU steuert auch 2012 auf Wachstumskurs

Der Triebwerksbauer MTU bleibt auf Wachstumskurs. Den kräftigsten Zuwachs erwartet das Unternehmen im Geschäft mit neuen Triebwerken für Verkehrsflugzeuge. Das derzeit darbende Militärgeschäft soll ab 2013 wieder zulegen.

Der Vorstandsvorsitzende von MTU Aero Engines, Egon Behle (l), und Finanzvorstand Reiner Winkler © dpa / Frank Leonhardt

Der Münchner Triebwerksbauer MTU bleibt für die kommenden Jahre weiter auf Wachstumskurs. Bei den Antrieben für Verkehrsflugzeuge erwartet das Management um Vorstandschef Egon Behle bereits im kommenden Jahr zweistellige Zuwachsraten, wie aus der Präsentation zum Investorentag des MDax-Unternehmens am Dienstag in London hervorgeht. Ab 2013 soll auch das derzeit darbende Geschäft mit den Antrieben für Militärflugzeuge wieder zulegen. Bis zum Jahr 2020 will der Vorstand die jährlichen Erlöse des Konzerns weiterhin auf insgesamt sechs Milliarden Euro steigern - gut doppelt so viel wie für 2011 angepeilt.

Die MTU-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Kurz nach Bekanntwerden der Nachrichten am Mittag drehte die Aktie wieder in die Gewinnzone und lag zuletzt mit 0,43 Prozent im Plus bei 47,97 Euro.

Triebwerke für Passagiermaschinen bringen Zuwachs

Den kräftigsten Zuwachs erwartet MTU-Finanzchef Reiner Winkler im kommenden Jahr im Geschäft mit neuen Triebwerken für Verkehrsflieger, etwa den Airbus A320 und die Boeing 787. Der Umsatz in diesem Bereich soll um 10 bis 15 Prozent zulegen. Im Ersatzteilgeschäft und der Triebwerkswartung steht ein Plus von 5 bis 10 Prozent auf dem Zettel. Im Militärgeschäft, das derzeit unter den Kürzungen im deutschen Verteidigungshaushalt leidet, erwartet MTU 2012 immerhin keinen Rückgang mehr. Die operative Gewinnspanne (EBIT-Marge) soll konzernweit stabil bleiben.

Ihr Umsatzziel von sechs Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 will MTU alleine mit den bisherigen Triebwerksmodellen erreichen. Dazu dürfte auch beitragen, dass das Unternehmen sich noch stärker beim Triebwerk V2500 einbringt als bislang. Von der Turbine, die den langjährigen Airbus-Kassenschlager A320 antreibt, verspricht sich die MTU-Spitze auch in den kommenden Jahrzehnten noch hohe Umsätze. Auch an dem Triebwerk für die neue, spritsparende Variante A320neo sind die Münchner beteiligt. Beide Antriebe werden in Konsortien unter der Führung der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney entwickelt und gebaut.

An seinen Zielen für 2011 hielt der Vorstand fest. Der Umsatz soll von zuletzt 2,7 Milliarden Euro um 7 bis 8 Prozent zulegen. Für den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes EBIT) peilt MTU 325 Millionen Euro an. Der bereinigte Überschuss soll von 182 Millionen Euro im Vorjahr leicht steigen.

Von: dpa-AFX

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