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Auktion abgebrochen MTU liebäugelt mit Avio

Der Triebwerkshersteller MTU hat laut einem Pressebericht Interesse an dem italienischen Konkurrenten Avio. Mit seiner ersten Offerte ist das Unternehmen zwar abgeblitzt, es könnte sich aber noch eine zweite Chance für MTU ergeben.

MTU-Firmenzentrale München © MTU

Der Münchener Triebwerkshersteller MTU will einem Pressebericht zufolge den italienischen Konkurrenten Avio übernehmen. In einem ersten Versuch sei MTU in der vergangenen Woche trotz einer Milliardenofferte beim Avio-Eigner Cinven, einem Finanzinvestor, abgeblitzt, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Freitag) unter Berufung auf informierte Kreise. Ebenso sei es dem französischen Wettbewerber Safran ergangen.

Laut dem Blatt könnte Cinven nun versuchen, Avios Raumfahrtsparte abzuspalten und das Unternehmen dann als reinen Triebwerkshersteller neuerlich anzubieten. Daraus ergäbe sich eine zweite Chance für MTU.

Die beteiligten Unternehmen wollten sich in der Zeitung nicht dazu äußern. Cinven habe auf Anfrage nur mitgeteilt, dass es sich auf einen Börsengang im kommenden Jahr konzentriere. Avio erzielte im vorigen Jahr einen bereinigten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 339 Millionen Euro. Mit 1,75 Milliarden Euro Umsatz ist Avio der viertgrößte europäische Triebwerkshersteller nach Rolls-Royce (Großbritannien), Snecma/Safran (Frankreich) und MTU.

Vor rund einem Vierteljahr leitete Cinven laut Zeitung die Versteigerung ein. MTU habe in der ersten Runde ein vorläufiges Gebot von gut 3 Milliarden Euro eingereicht. Cinven habe aber zuletzt noch rund 3,35 Milliarden Euro erwartet und schließlich die Auktion abgebrochen. Ursprünglich lagen laut Zeitung die Preisvorstellungen bei bis zu 3,7 Milliarden Euro.  

Von: dpa-AFX

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