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MTU auf Erholungskurs, © dpa, L. Barth
Der Vorstandsvorsitzende von MTU Aero Engines, Egon Behle (l), spricht auf der Jahres-Pressekonferenz des Unternehmens neben Finanzvorstand Reiner Winkler. © dpa, L. Barth

Der Münchener Triebwerksbauer MTU schwenkt trotz der Probleme mit dem Militärflieger Airbus A400M auf Erholungskurs ein. "Die Luftfahrtindustrie hat die Talsohle durchschritten", sagte Vorstandschef Egon Behle am Mittwoch bei der Vorlage der Jahresergebnisse in München, räumte aber ein: "Vor der Sonne gibt es aber noch eine ganze Menge Wolken auch im Jahr 2010."

Auch die Unsicherheiten um den A400M trüben die Sicht: Die MTU-Führung rechnet nicht mehr damit, dass sie mit ihrer Beteiligung an dem Projekt überhaupt Geld verdient. Die zuletzt stark gestiegene MTU-Aktie verlor am Mittwoch zeitweise fast fünf Prozent ihres Wertes. Börsianern zufolge belasteten vor allem die Probleme beim A400M. Zudem habe das Zahlenwerk nicht positiv überrascht.

MTU zeichnet beim Militärflieger A400M für die Steuerung des Turboprop-Antriebs verantwortlich. Derzeit ringt der Airbus-Mutterkonzern EADS mit den Käufernationen um die Aufteilung der Mehrkosten. MTU-Chef Behle zeigte sich zwar optimistisch, dass der A400M trotz der mehrjähriger Verspätung und milliardenschwerer Mehrkosten am Ende gebaut wird. Nach Aussagen der spanischen Verteidigungsministerin Carmen Chacón von Mittwochmittag wurde ein Durchbruch im Streit um die Finanzierung des A400M erreicht. Finanzielle Details wurden erst einmal nicht bekannt. Am Donnerstag werde es Diskussionen der zuständigen Staatssekretäre über technische Details geben, hieß es.

Bei A400M für schlimmsten Fall gerüstet

MTU rüstete sich für den schlimmsten Fall und schrieb den Restwert des Projekts in seiner Bilanz um 90 Millionen Euro auf null ab. Zusätzlich hält das Unternehmen weiterhin 45 Millionen Euro für Strafzahlungen bereit - damit steigt der erwartete Schaden aus dem Projekt auf das Dreifache der bisherigen Annahme. Der MTU-Gewinn blieb 2009 davon jedoch unberührt, weil MTU aus anderen Triebwerksprogrammen jetzt höhere Gewinne erwartet.

Im abgelaufenen Jahr musste MTU wegen der Wirtschaftskrise und der Entwicklung des Dollarkurses einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken wie vom Vorstand angekündigt um vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) gab wie erwartet um zwölf Prozent auf 292 Millionen Euro nach, der Überschuss schrumpfte um fast 22 Prozent auf 141 Millionen Euro. Die Aktionäre dürfen mit einer stabilen Dividende von 0,93 Euro rechnen.

Mehr Aufträge

Trotz der Krise sammelte MTU 2009 mehr Aufträge ein, als abgearbeitet werden konnten: Der Auftragsbestand wuchs um drei Prozent auf 4,15 Milliarden Euro und liegt damit rund 60 Prozent über dem Jahresumsatz. "Das ist ein positives Signal und eine gute Ausgangslage für eine stabile Entwicklung im Geschäftsjahr 2010", sagte Vorstandschef Egon Behle. Den Aufschwung erwartet er vor allem aus dem Nahen Osten und der Region Asien-Pazifik. Hier will MTU das China-Engagement mit einem Gemeinschaftsunternehmen ausbauen.

Im Wartungsgeschäft bekam MTU 2009 die Krise im Luftverkehr zu spüren: Der Umsatz der Sparte schrumpfte um fünf Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Im Triebwerksgeschäft musste MTU einen Umsatzrückgang von 3,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro verkraften. Dabei gab es wegen der Antriebe für die Kampfjets Eurofighter und Tornado einen Zuwachs bei den Triebwerken für Militärflugzeuge. Dieser glich den Rückgang im zivilen Triebwerksgeschäft teilweise aus, wo der Antrieb V2500 für den Airbus A320, das PW2000 für die Boeing C-17 und das CF6-80C für Boeing 747 sowie Airbus A310 und A330 die wichtigsten Umsatzträger waren. Die EBIT-Marge sank wegen der gestiegenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Triebwerksgeschäft auf Konzernebene von 12,1 auf 11,2 Prozent.

Auch in diesem Jahr will MTU stark in Forschung und Entwicklung neuer Antriebe investieren. Im vergangenen Jahr ging es hier unter anderem um Antriebe für den Mitsubishi Regional Jet, die Boeing 787 und den Transporthubschrauber Sikorsky SH-53-K.

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