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Mit Lübeck Air starten wieder Linienflüge ab Lübeck

Mit Lübeck Air fliegt ab sofort wieder eine Fluggesellschaft vom Flughafen Lübeck. Die Airline gehört zum Flughafen. Los geht es mit doppelten Tagesrandverbindungen nach München und wochentäglich einem Flug nach Stuttgart.

Flugzeug der Lübeck Air am Flughafen Lübeck. © Lübeck Air

Nach mehr als vier Jahren Pause starten jetzt am Flughafen Lübeck wieder Linienflüge. Die neue Regionalfluggesellschaft Lübeck Air fliegt wochentäglich morgens und abends nach München und zurück. Samstags gibt es eine Rotation. Stuttgart steht zunächst einmal täglich außer samstags nachmittags im Programm.

Er freue sich sehr, dass es endlich wieder regelmäßige Flugverbindungen von Lübeck in den Süden Deutschlands gebe, sagte der Geschäftsführer des Airports, Jürgen Friedel, der auch Chef der flughafeneigenen Airline ist. "Wir bringen die starken Branchen des Nordens, wie Ernährungswirtschaft, Maschinenbau und Medizintechnik, näher an die Wirtschaftsräume des deutschen Südens heran.

Umgekehrt gehören auch Urlauber aus dem Süden zur Zielgruppe für die etwas mehr als eine Stunde dauernden Flüge in den hohen Norden der Republik. An den Wochenenden gibt es den Angaben nach Charterflüge mit regionalen Lübecker Tourismuspartnern.

Corona verzögerte Betriebsaufnahme

Ursprünglich hatte der Linienbetrieb bereits im Juni aufgenommen werden sollen. Wegen der Corona-Pandemie musste der Neustart jedoch verschoben werden. Die Maschine der Lübeck Air vom Typ ATR 72-500 war bereits vor knapp einem Monat in Lübeck gelandet. "Das war ein Meilenstein für den Flughafen", sagte Friedel.

Die ATR hatte Lübeck Air aus Beständen der Air Alsie übernommen. Der dänische Charter-Spezialist betreibt die Maschine auch weiterhin. Die neue Fluggesellschaft gehört zu 100 Prozent dem privaten Flughafen Lübeck, hinter welchem der Investor Winfried Stöcker steht. Der Lübecker Mediziner und Unternehmer hatte den Flughafen vor rund drei Jahren gekauft, nachdem vorherige Privatisierungsversuche gescheitert waren.

Blick in die Kabine der ATR von Lübeck Air Foto: © Lübeck Air

Stöcker hat seitdem ordentlich in den Flughafen investiert. Unter anderem wurde das Abfertigungsgebäude umgebaut und durch einen Anbau erweitert. Statt Kunststoff in schlichtem Grau werden die Fluggäste jetzt von Granit und Nussbaum-Holz empfangen. Man habe sich vom Billigflug-Image lösen wollen und setze bewusst auf hochwertige Materialien, hatte Stöcker bereits in der Bauphase betont.

Der Komfort soll auch im Flugzeug nicht leiden. Das Turbopropflugzeug bietet dabei besonders viel Komfort an Bord. So sind nur 60 statt der üblichen 72 Sitze eingebaut. Zudem sind ein Gepäck- plus ein Handgepäckstück in jeder Buchungsklasse fest enthalten. Die Flugpreise starten bei knapp 100 Euro je einfache Strecke. Der "Diamant"-Tarif mit allen Premium-Optionen wie Valet-Parken, mehrfachem Umbuchen und Namensänderungen liegt bei knapp 400 Euro.

Von: dh mit dpa

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