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Keine Bürgschaft aus dem Deutschlandfonds Ministerium dementiert Bericht über A400M-Lösung

Das Verteidigungsministerium hat Spekulationen über ein neues Finanzierungsmodell für die Mehrkosten beim Militärtransporter Airbus A400M zurückgewiesen. Ein Bericht des «Handelsblatt» sei aus der Luft gegriffen, sagte dazu am Donnerstag ein Ministeriumssprecher.

Airbus A400M im Flug © Airbus

Das Verteidigungsministerium hat einen Bericht über mögliche Lösungen im Streit um die Finanzierung des Militärtransportflugzeugs A400M von Airbus zurückgewiesen. Zudem gebe es weder heute noch morgen Verhandlungen zwischen Vertretern der sieben Bestellnationen und des Airbus-Mutterkonzerns EADS, sagte ein Ministeriumssprecher. Ein neuer Verhandlungstermin befinde sich weiter in der Abstimmung.

Zuvor hatte das «Handelsblatt» berichtet, dass Verteidigungsminister Guttenberg Mehrkosten bei der Beschaffung des A400M im Volumen von fast einer Milliarde Euro über Großbürgschaften aus dem Deutschlandfonds und Kredite der staatseigenen KfW-Bank decken will. Der Ministeriumssprecher sagte, der Artikel spiegele in keiner Weise den Verhandlungsstand wider. Auch werde Staatssekretär Rüdiger Wolf die Verhandlungen von deutscher Seite bis zum Abschluss weiterführen. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, Wolf sei die Zuständigkeit für den Bereich Rüstung entzogen worden.

Die Auslieferung der A400M verzögert sich bereits seit mehr als drei Jahren. Die Regierungen der Käuferländer haben insgesamt 180 Maschinen zu einem Gesamtwert von damals 20 Milliarden Euro bestellt. Der Airbus-Mutterkonzern EADS hat 6,4 Milliarden Euro zusätzlich gefordert, um das Programm finanzieren zu können.

Von: AFP, ddp, airliners.de

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