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Millionen Daten von Flugreisenden jahrelang ungeschützt im Internet

Datenschutzpanne beim Berliner Ticket-Großhändler Aerticket: Millionen personenbezogene Daten von Flugreisenden standen offen im Internet - und das jahrelang.

Passagiere warten vor einer Anzeigentafel auf dem Flughafen in Hannover. © dpa / Ole Spata

Millionen personenbezogene Daten von Flugreisenden standen wegen einer Datenschutzpanne beim Berliner Ticket-Großhändler Aerticket jahrelang offen im Internet. Das Unternehmen habe die inzwischen geschlossene Sicherheitslücke in der vergangenen Woche der Behörde gemeldet, sagte jetzt ein Sprecher des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Er bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Demnach bestand das Problem seit 2011. Aerticket erklärte der Zeitung, von der Sicherheitslücke seien rund ein Viertel der Tickets betroffen gewesen, also rund 1,5 Millionen Buchungen pro Jahr.

Rechnungen, Bankdaten und mehr einsehbar

Laut "SZ" war es ohne technische Kenntnisse möglich, Tickets, Reisepläne, Rechnungen, Name, Anschrift und teilweise auch Bankdaten einzusehen. Jeder konnte demnach die Informationen mit geringem Aufwand abfragen. Ersten Prüfungen zufolge sei das Datenleck nicht von Kriminellen ausgenutzt worden.

Aerticket stellt Tickets für mehrere tausend Großkunden aus. Darunter sind viele Reisebüros, aber auch Online-Reiseportale wie etwa die Unister-Töchter Fluege.de, Ab-in-den-Urlaub und Flug 24 oder Flugpreissuchmaschinen wie Tripado und Travel-Overland.

Die Portale sind nicht für die Sicherheitslücke verantwortlich. Es besteht auch kein Zusammenhang mit der Insolvenz des Leipziger Unternehmens Unister, das Webportale betreibt.

Von: ch, dpa

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