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Der teilweise rekonstruierte Rumpf der Malaysian-Airlines-Maschine (Flug MH17) wird während einer Pressekonferenz des Dutch Safety Boards gezeigt. © dpa / EPA/Robin Van Lonkhuijsen
Ermittler stehen Ende Juni 2015 an der Absturzstelle von Flug MH17 in der Nähe von Donezk in der Ostukraine. © dpa / EPA/Alexander Ermochenko
Flugabwehrsystem Buk-M2 auf der Moskauer Luftfahrtmesse MAKS. © dpa / MAXIM SHIPENKOV
Junge Malaysier gedenken der Opfer des Flugzeugabsturzes. © dpa / EPA/Azhar Rahim
Ein Kameramann filmt am 20. Juli 2014 ein Wrackteil der über der Ukraine abgestürzten Boeing 777 der Malaysia Airlines. © dpa / Robert Ghement

Der Absturz von MH17 vor mehr als einem Jahr ist nach Erkenntnissen niederländischer Ermittler durch eine Boden-Luft-Rakete verursacht worden, die aus dem Kampfgebiet im Osten der Ukraine abgefeuert wurde. Der Sprengkopf der Buk-Rakete sei unmittelbar vor dem Flugzeug explodiert, erklärte jetzt die Niederländische Flugsicherheitsbehörde (OVV). Die Experten vermieden eine Festlegung, ob die Rakete von prorussischen Rebellen oder ukrainischen Soldaten abgefeuert wurde.

Der Abschlussbericht der nierdländischen Ermittler ist fast 300 Seiten lang.
Er ist online als PDF abrufbar.

"Flug MH17 stürzte in Folge der Explosion eines Sprengkopfes außerhalb der Maschine links vom Cockpit ab", sagte OVV-Chef Tjibbe Joustra auf dem Luftwaffenstützpunkt Gilze-Rijen, wo die Wrackteile untersucht wurden. Derartige Sprengköpfe gehörten gewöhnlich zu Buk-Raketen russischer Bauart. Diese sind sowohl in der ukrainischen als auch der russischen Armee im Einsatz. Die von zahlreichen internationalen Experten unterstützten niederländischen Ermittler konnten nach eigenen Angaben aber nicht den exakten Abschussort der Rakete lokalisieren.

Ermittler kritisieren Ukraine

Bei dem Absturz der Malaysia-Airlines-Maschine in der Ostukraine am 17. Juli 2014 waren alle 298 Passagiere und Besetzungsmitglieder gestorben. Das Flugzeug war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Da die meisten Opfer aus den Niederlanden kommen, leitet das Land sowohl die technische als auch die strafrechtliche Untersuchung.

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Die Ermittler kritisierten, dass die Ukraine den Luftraum über der umkämpften Ostukraine damals nicht gesperrt habe. "Unseren Erkenntnissen zufolge gab es ausreichend Gründe für die ukrainischen Behörden, den Luftraum über dem Osten ihres Landes vorsichtshalber zu sperren", sagte Joustra. Bevor der OVV-Chef vor die Presse trat, hatten die Ermittler die Angehörigen der Opfer über ihre Ergebnisse informiert.

Die Ermittler betonten, dass ihre Aufgabe nicht gewesen sei, den Verantwortlichen für den Abschuss zu benennen. Dies sei den strafrechtlichen Ermittlungen vorbehalten. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig verantwortlich.

© dpa, EPA/Azhar Rahim Lesen Sie auch: Russland blockiert mit UN-Veto Tribunal für MH17-Flug

Die Frage nach der Verantwortung werde zwar mit dem Bericht weiter nicht beantwortet, äußerte sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin. Klar sei aber: "Diejenigen, die für dieses schreckliche Unglück verantwortlich sind, müssen zur Rechenschaft gezogen werden." Mehrere Staaten hatten schon vor Monaten ein unabhängiges UN-Tribunal gefordert. Russland hatte das jedoch mit einem Veto blockiert.

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