Mehdorn kämpft am BER gegen weiteren Verzug bei Landebahn-Sanierung

Es ist nur ein kleines Projekt vor der noch immer nicht absehbaren Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER: Eine Startbahn muss saniert werden. Doch auch hierbei wird die Zeit knapp.

Ein Teil der Landebahn Nord und des Nordterminals am neuen Berliner Hauptstadtflughafens BER. © dpa / Ralf Hirschberger

Am neuen Berliner Hauptstadtflughafen kämpft Geschäftsführer Hartmut Mehdorn um die geplante Sanierung der nördlichen Start- und Landebahn. Schafft er es nicht, bis zum Monatsende 4300 Haushalten Schallschutz zu bewilligen, muss das für nächstes Frühjahr geplante Vorhaben möglicherweise ein weiteres Mal verschoben werden.

«Gegenwärtig sind diese Voraussetzungen noch nicht erfüllt», teilte die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg auf Anfrage mit. Der Flughafen hat nach eigenen Angaben 1100 Bescheide an Anwohner der südlichen Start- und Landbahn verschickt, weitere 500 seien unterwegs.

Auf die noch nicht eröffnete Südbahn soll der Flugverkehr mehrere Monate lang ausweichen, während die Nordbahn saniert wird. Die Luftfahrtbehörde fordert, dass die Anwohner spätestens sechs Monate zuvor die sogenannten Anspruchsermittlungen erhalten. Mit diesen können sie dann Handwerker beauftragen, die ihnen Schallschutzfenster, Lüfter und Dämmungen einbauen.

Unabhängig davon hat sich der frühere Regierende Bürgermeister voon Berlin Eberhard Diepgen (CDU) für die Offenhaltung des Flughafens Berlin-Tegel ausgesprochen. Es sei absehbar, dass die rot-rote Regierung in Brandenburg einen Ausbau des neuen Flughafens BER in Schönefeld weiter behindern werde, sagte der CDU-Politiker dem «Tagesspiegel». «Deswegen muss Tegel weiter als Möglichkeit offengehalten werden. Da hat Hartmut Mehdorn Recht.»

Mehdorn hatte dafür plädiert, Tegel parallel zum neuen Flughafen weiterzubetreiben, diesen Vorschlag nach Kritik aber nicht mehr wiederholt.

Von: dpa

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