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Malta Air und VC bestehen auf Kurzarbeitergeld für deutsche Piloten

Ryanair beklagt, dass ihre in Deutschland beschäftigten Piloten nicht von Corona-Maßnahmen wie Kurzarbeitergeld profitieren können, obwohl es mit den Behörden eigentlich so verabredet sei.

Eine Ryanair-Maschine am Flughafen Nürnberg. © Flughafen Nürnberg

Die deutschen Piloten der Ryanair-Gruppe warten bislang vergeblich auf Kurzarbeitergeld aus den Kassen der Bundesagentur für Arbeit. Die Ryanair-Tochter Malta Air und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) forderten am Mittwoch die Arbeitsagentur sowie die Bundesregierung auf, die Mitarbeiter genauso zu behandeln wie die Kollegen von anderen Fluggesellschaften.

Laut VC-Tarifexperte Marcel Gröls sind die in Deutschland stationierten Malta Air-Piloten heimische Arbeitnehmer. Tatsächlich war der Flugbetrieb im vergangenen Jahr von der irischen Ryanair auf die maltesische Gesellschaft gewechselt worden, um den Beschäftigten den Zugang zu den deutschen Sozialkassen zu ermöglichen. "Sie zahlen Steuern und Abgaben an das deutsche Sozialversicherungssystem. Natürlich erwarten sie Unterstützung in Form von Kurzarbeitergeld", erklärte Gröls.

© dpa, Hannah Mckay Lesen Sie auch: Corona-Pandemie beschert Ryanair schwierigstes Quartal der Firmengeschichte

Die Agentur Köln habe ihre ursprüngliche Zusage rückgängig gemacht, erklärte Malta Air-Chef Diarmuid O'Conghaile. "In einer Zeit, in der andere Fluggesellschaften staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe erhalten, sollte die deutsche Regierung Piloten bei Malta Air nicht im Stich lassen, indem sie Sozialversicherungsleistungen verweigert." Seine Firma sei mit rund 1000 Piloten und Flugbegleitern einer der größten Arbeitgeber im Luftverkehr in Deutschland. Die Arbeitsagentur äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorgang.

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Von: dk, dpa

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