Lufthansa will Widebodies verschieben

2019 will der Kranich-Konzern einige seiner 183 Widebody-Flugzeuge von Austrian, Brussels, Eurowings, Lufthansa und Swiss untereinander verschieben. Die nötigen Voraussetzungen sind dafür schon geschaffen.

Ein Airbus A340-600 der Lufthansa. © AirTeamImages / Enda Burke

Umbau: In den kommenden Monaten sollen einige Langstreckenjets der Typen A330 und A340 zwischen den Fluggesellschaften der Lufthansa Group getauscht werden. Dies sagte eine Konzernsprecherin zu airliners.de, ohne auf Nachfrage sagen zu können, wie viele Flugzeuge dies betrifft. "Auch zur genauen Ausgestaltung dieses Vorhabens können wir aktuell noch keine Angaben machen."

Airline A330 A340 A350 A380 Boeing
747
Boeing
767
Boeing
777
Lufthansa 19 37 11 14 32 - -
Austrian - - - - - 6 6
Swiss 16 9 - - - - 10
Eurowings 7 2 - - - - -
Brussels 14 - - - - - -
Stand: 30. September 2018 | Quelle: Lufthansa Group

Als ausgemachte Sache gilt in Unternehmenskreisen, dass im nächsten Jahr noch zwei weitere A330-Maschinen der Lufthansa zu Eurowings gehen, um dort auf der Langstrecke das Angebot von Brussels aufzustocken beziehungsweise auch die A340-Jets abzulösen.

Denn aktuell betreibt Brussels für den Kranich-Low-Coster zwei A330 (für die Strecke nach New York/Newark kam vergangene Woche ein weiterer Widebody hinzu) und zwei A340 ab Düsseldorf. Eine Umstellung auf vier A330-Maschinen brächte laut Beobachtern zwei Vorteile.

Cityline gibt A340-Jets ab

Zum einen sind die beiden Maschinen mit einem Alter von über 18,4 Jahren älter als die übrigen Langstreckenmaschinen von Eurowings (Durchschnitt: 14,3 Jahre). Zum anderen wäre dann die ganze interkontinentale Flotte der Billigplattform auf einen Typ harmonisiert, was die Wartung vereinfacht.

Welche Maschinen genau anstatt der beiden Vierstrahler in den "Fuhrpark" von Eurowings wechseln, möchte man auf Anfrage nicht mitteilen. "Über die konkreten Stationierungen von einzelnen Flugzeugregistrierungen innerhalb einer Flotte können wir nichts sagen."

Zeitgleich sollen acht bislang bei der Lufthansa-Regionaltochter Cityline betriebene A340-Flugzeuge zurück zur Lufthansa Classic. Die Vierstrahler in Star-Alliance-Lackierung waren als Druckmittel im 14 Runden andauernden Tarifstreit mit den Piloten zu Cityline verlegt worden.

Vereinheitlichungen der Lackierungen

Dass Lufthansa innerhalb des Konzerns die Flugzeuge einfach hin- und herwechseln möchte, wurde spätestens deutlich, als der Konzern eine einheitliche Grundlackierung für seine Airlines ankündigte. Fortan ist das Weiß auf Jets von Austrian Airlines, Brussels, Eurowings, Lufthansa und Swiss der gleiche Farbton.

Zudem ist auf den Maschinen der österreichischen Kranich-Einheit der in Grau gedruckte Schriftzug "Lufthansa Group" auf dem hinteren Teil der Flugzeuge entfernt worden. Auch werden Triebwerke wie beispielsweise bei Eurowings nicht mehr in Grau lackiert.

©: Keith Pisani, Lesen Sie auch: Lufthansa Group vereinheitlicht Lackierungen

Die Schritte sollen gewährleisten, dass sowohl ganze Flugzeuge als auch einzelne Komponenten ohne größeren Lackieraufwand zwischen den fünf Airlines getauscht werden können. Dies betrifft neben den Langstreckenmaschinen auch die Flugzeuge der Kurz- und Mittelstrecke.

Von: cs

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