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Lufthanse-Crew mit Maske. © Lufthansa

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Dank der allmählich wieder anziehenden Nachfrage nach Flugreisen erholt sich die Lufthansa langsam vom Corona-Schock. Der Luftverkehrskonzern konnte seinen Verlust im zweiten Quartal auf 756 Millionen Euro begrenzen, wie er am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Das Minus war damit noch rund halb so hoch wie im Vorjahreszeitraum, der komplett unter dem Eindruck der Pandemie gestanden hatte. Zudem schnitt die Lufthansa diesmal besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

Für das erste Halbjahr 2021 steht nun ein Verlust von 1,8 Milliarden Euro in den Büchern nach 3,6 Milliarden ein Jahr zuvor. Der MDax-Konzern kommt nach eigenen Angaben aber beim Personalabbau ebenso voran wie bei der Sanierung der finanziellen Basis.

Lufthansa will genehmigte Kapitalerhöhung nicht voll ausschöpfen

Weiterhin bereitet Lufthansa eine Kapitalerhöhung vor, mit der die Staatshilfen abgelöst werden sollen, wie Finanzvorstand Remco Steenbergen bekräftigte. Der Konzern will bei seiner geplanten Kapitalerhöhung das genehmigte Volumen bei Weitem nicht ausnutzen. Die Summe werde voraussichtlich deutlich unter drei bis vier Milliarden Euro liegen, sagte Finanzvorstand Remco Steenbergen am Donnerstag.

Die Aktionäre hatten der Lufthansa bei der jüngsten Hauptversammlung einen Freibrief erteilt, das Grundkapital mit der Ausgabe neuer Aktien sogar um bis zu 5,5 Milliarden Euro zu erhöhen. Die Maßnahme soll dem Konzern dabei helfen, die in der Corona-Krise erhaltenen Staatshilfen in Milliardenhöhe zurückzuzahlen.

Staatshilfe schnell zurückzahlen

Vorstandschef Carsten Spohr hält es immer noch für möglich, dass die Lufthansa das vom deutschen Staat erhaltene Geld noch vor der Bundestagswahl am 26. September zurücküberweist. Dies hänge aber noch von verschiedenen Faktoren ab.

Erst im zweiten Quartal hatte das Unternehmen weitere 1,5 Milliarden Euro aus der zweiten stillen Einlage des Bundes gezogen. Insgesamt hat die Lufthansa damit Staatshilfen in Höhe von 4 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Das Geld stammt von Deutschland sowie den Nachbarstaaten Belgien, Österreich und Schweiz.

Positive Beiträge lieferten die Frachtsparte Lufthansa Cargo, die Lufthansa Technik mit ihrem wieder anziehenden Wartungsgeschäft sowie die zum Verkauf stehende Cateringtochter LSG mit ihrem außereuropäischen Geschäft. Die wesentlichen Ergebnisverbesserungen kamen von den Airlines, die aber weiterhin deutlich in der Verlustzone unterwegs waren.

Erstmals seit Beginn der Krise sind zudem mehr Barmittel in die Lufthansa geflossen als hinaus. Vor allem die Buchungen für die kommenden Monate sorgten für einen bereinigten Barmittelzufluss in Höhe von 340 Millionen Euro.

10.000 Angestellte weniger in Deutschland

Vorstandschef Carsten Spohr lobte die Anstrengungen des Teams, die Kosten in allen Bereichen deutlich zu senken. "Dass uns dabei bislang über 30.000 Kolleginnen und Kollegen verlassen haben, schmerzt uns alle, ist aber für die nachhaltige Rettung der über 100.000 verbliebenen Arbeitsplätze unausweichlich", sagte er.

In Deutschland will sich der Konzern insgesamt von 10.000 Mitarbeitenden trennen. Rund die Hälfte davon habe den Konzern bereits verlassen, so Konzernchef Spohr. Nun will man mit einem Freiwilligenprogramm, das im Herbst starten soll, weitere 5000 Arbeitsplätze abbauen. Von diesen werde eine vierstellige Zahl von Kabinenmitarbeitern Abfindungsangebote annehmen. Für die Piloten gelte weiterhin das Angebot, mit einer für alle verbindlichen Teilzeit betriebsbedingte Entlassungen zu vermeiden, sagte Spohr. Er sei hier optimistischer als noch vor wenigen Monaten.

Für das Gesamtjahr rechnet der Lufthansa-Chef weiterhin damit, dass die Lufthansa ihren bereinigten Verlust vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) im Vergleich zum Vorjahr verringern kann. Im dritten Quartal soll das Flugangebot auf etwa 50 Prozent des Vorkrisen-Niveaus steigen, nachdem es im zweiten Quartal erst 29 Prozent erreicht hatte. Im Schnitt des Gesamtjahres dürfte die angebotene Kapazität nur etwa 40 Prozent des Vor-Corona-Jahrs 2019 betragen.

Entscheidend für den weiteren Geschäftsverlauf ist aus Sicht der Lufthansa vor allem die Öffnung des nordamerikanischen Marktes. Bislang gilt für EU-Bürger weiterhin ein coronabedingtes Einreiseverbot in die USA.

Lufthansa erwartet in naher Zukunft Einreisemöglichkeiten für doppelt geimpfte EU-Bürger in die USA. Entsprechende Verlautbarungen der US-Regierung zu Einreisebedingungen werte er als klares Signal, dass mit hohem Tempo an einem Plan gearbeitet werde, so Spohr am Donnerstag in Frankfurt.

Ein Zeitplan für Reiseerleichterungen liege bislang aber nicht vor. Lufthansa plane bislang konservativ, dass bis Ende September Geimpfte wieder in die USA einreisen können. Er sei aber hoffnungsvoll, dass dies auch schon früher geschehen könne, meinte Spohr. Die Flüge über den nördlichen Atlantik sind das wichtigste Interkontinental-Geschäft für die Airline

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