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Lufthansa-Tochter Brussels schrumpft um ein Drittel

Brussels Airlines hat einen Kostensenkungsplan beschlossen, um durch die Corona-Krise zu kommen. Die Lufthansa-Tochter muss rund ein Viertel der Belegschaft abbauen, weil die Flotte um 30 Prozent schrumpfen soll. Eine Eingang über staatliche Hilfen steht weiter aus.

Dieter Vranckx ist CEO von Brussels Airlines. © dpa / Thierry Roge

Lufthansa-Tochter Brussels Airlines will wegen der Corona-Krise voraussichtlich rund tausend Stellen streichen, das ist rund ein Viertel der Belegschaft.

Brussels Airlines sei wegen der "extrem negativen" Folgen für die finanzielle Situation der Fluggesellschaft und der anhaltend niedrigen Nachfrage nach Flugreisen gezwungen, "unumgängliche Maßnahmen" zu ergreifen, um das Überleben des Unternehmens zu sichern, erklärte das Unternehmen am Dienstag.

Die Flotte soll demnach von 54 auf 38 Maschinen schrumpfen. Seit 21. März seien alle Flüge gestrichen; Brussels Airlines verliere eine Million Euro pro Tag, weil Kosten wie Leasingraten und Wartung der Maschinen auch weiterhin anfielen.

Einigung über Staatshilfen steht weiter aus

Die Fluggesellschaft warte weiterhin auf Hilfen der belgischen Regierung, erklärte Brussels Airlines. Die Verhandlungen darüber dauerten an. Regierungschefin Sophie Wilmès bedauerte die "schwierige Ankündigung" des Unternehmens. Sie werde am Nachmittag Vertreter der Gewerkschaften sowie Wirtschafts- und Finanzminister treffen.

Brussels Airlines hatte 290 Millionen Euro als Liquiditätshilfe vom belgischen Staat erbeten. Die Regierung fordert jedoch im Gegenzug von der Lufthansa solide Garantien für die Tochter Brussels Airlines.

Lufthansa ist seit Anfang 2017 alleinige Eigentümerin der Brussels-Airlines-Gesellschaft SN Airholding.

Von: afp, dpa, br

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