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Kosten müssen sinken Lufthansa Technik unter Druck

Die Technik-Tochter der Lufthansa gehört zu den weltweit führenden technischen Dienstleistern der Luftfahrtindustrie. Doch allein hohe Qualität reicht nicht; das Unternehmen muss massiv Kosten sparen, um die stagnierenden Gewinne wieder nach vorn zu bringen.

August Wilhelm Henningsen, Vorstandsvorsitzende der Technik-Tochter des Lufthansa-Konzerns, spricht am 22.03.2012 während der Jahres-Pressekonferenz in der großen Jumbo-Halle bei der Lufthansa Technik AG in Hamburg. © dpa / Christian Charisius

Die Lufthansa Technik leidet unter zunehmendem Preis- und Wettbewerbsdruck und muss dringend ihre Kosten senken. Im abgelaufenen Jahr sei der Umsatz mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro geringer gewachsen als der Markt, teilte August Wilhelm Henningsen, der Vorstandsvorsitzende der Technik-Tochter des Lufthansa-Konzerns, am Donnerstag in Hamburg mit. Die Lufthansa Technik habe Umsatz mit externen Kunden verloren. «Gleichzeitig haben wir neue Verträge abgeschlossen und die betreute Flotte stieg mit 70 neuen Maschinen auf 2125 Flugzeuge», sagte Henningsen.

Damit habe die Lufthansa Technik (LHT) ihre führende Position im Weltmarkt für Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen gefestigt. «Unsere Position im globalen Wettbewerb ist solide», sagte Henningsen. Der Marktanteil der Lufthansa-Tochter beträgt rund 14 Prozent, mit einem Schwerpunkt in Europa. Der Markt werde auch künftig um vier Prozent jährlich wachsen und die LHT werde daran entsprechend teilhaben, sagte der Vorstandschef. «Wir setzen auf Innovationen und Kundenorientierung.» Es gebe eine Reihe von Projekten, um Flugzeuge wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu machen.

Doch die Konkurrenz nimmt zu und holt auch bei der Qualität auf. Die Fluggesellschaften, die Kunden der LHT, müssten mit sinkenden Ticket-Preisen zurechtkommen und geben ihren Kostendruck an die Zulieferer und Dienstleister weiter. Das operative Ergebnis der LHT lag mit 257 Millionen Euro um elf Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Damit habe sich der Konzern noch recht ordentlich geschlagen. Zusätzliche Schritte zur Ertragsverbesserung seien jedoch unumgänglich. Ziel sei es, das Ergebnis bis 2014 um mehr als 110 Millionen Euro zu verbessern. «Dazu müssen wir Strukturen umbauen und Ressourcen sehr genau überprüfen müssen», sagte Henningsen. Der Prozess sei aber noch am Anfang. Im vergangenen Jahr baute die LHT bereits fast 500 Arbeitsplätze ab und beschäftigt knapp 20 000 Mitarbeiter.

Von: dpa

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