Lufthansa Technik rechnet nach Rekordjahr mit Umsatzeinbrüchen

Nach einem Rekordwachstum im vergangenen Jahr erwartet Lufthansa Technik wegen der Corona-Krise- einen Umsatzeinbruch. Dennoch sieht sich die Lufthansa-Tochter gut gerüstet. Entscheidend wird, wie die Airlines die Krise bewältigen.

Check des Scheibenwischers einer Boeing 737 bei Lufthansa Technik Sofia. © Lufthansa Technik / Gregor Schläger

Lufthansa Technik hat das vergangene Jahr nach eigenen Angaben mit Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Die Erlöse seien um 13 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gestiegen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei um rund elf Prozent auf 493 Millionen Euro gewachsen. Zudem habe das Unternehmen 25 neue Kunden gewinnen und 625 Verträge mit einem Neugeschäft von 4,1 Milliarden Euro abschließen können.

"Im vergangenen Jahr haben wir unseren Wachstumskurs sehr erfolgreich fortgesetzt: Über 5000 betreute Flugzeuge von mehr als 850 Kunden sprechen für sich", sagte Vorstandschef Johannes Bußmann.

Für dieses Jahr geht das Unternehmen wegen der Corona-Krise von einem Umsatzeinbruch aus. "Das volle Ausmaß wird uns erst mit Verzögerung treffen, so dass eine Prognose momentan unmöglich ist, aber erste Auswirkungen sind bereits massiv spürbar", so Bußmann weiter.

Lufthansa Technik sieht sich gut vorbereitet

"Durch die Internationalität unseres Unternehmens glauben wir, die Auswirkungen der Krise bewältigen zu können." Alles hänge von der Dauer der Krise ab und wie sich die Fluggesellschaften davon erholten. "Wir haben uns mit einem sehr umfassenden Maßnahmenpaket vorbereitet - auch, um jederzeit lieferfähig sein zu können", betonte Bußmann.

Der Lufthansa Technik Konzern gilt mit seinen 35 Tochter- und Beteiligungsunternehmen sowie weltweit mehr als 26.000 Beschäftigten als einer der weltweit führenden Anbieter flugzeugtechnischer Dienstleistungen.

Von: dpa, br

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