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Lufthansa Technik in Hamburg vor deutlichem Arbeitsplatzabbau

Lufthansa Technik will nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Hamburg mehr als 300 Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen verteidigt die Maßnahme und spricht von der "schwersten Krise der Unternehmensgeschichte".

Mechanikerin von Lufthansa Technik. © Lufthansa Technik

Lufthansa Technik plant nach Angaben der Gewerkschaft Verdi, mehr als 300 Mitarbeiter zu entlassen. Das habe die Unternehmensführung beim Betriebsrat beantragt, sagte der Hamburger Gewerkschaftssekretär Domenico Perroni am Montag. Er gehe davon aus, dass die Kündigungen relativ kurzfristig kämen, denn betroffen seien Beschäftigte auf Probezeit. Verdi kritisiere, dass die Arbeitsplätze nicht gesichert würden, obwohl der Bund dem Lufthansa-Konzern mit Milliardenbeträgen helfe.

Ein Sprecher der Lufthansa Technik verteidigte die Maßnahme: "Die Lufthansa Technik steckt in der tiefsten Krise der Unternehmensgeschichte." Die Entlassungen seien nötig, weil die Existenz des Unternehmens akut gefährdet wäre, sagte Unternehmenssprecher Jens Krüger dem Online-Portal der "Hamburger Morgenpost". Aufgrund der Stilllegung zahlreicher Flieger weltweit im Zuge der Corona-Pandemie habe man derzeit für eine größere Zahl von Mitarbeitern keine Beschäftigungsmöglichkeit.

Die SPD im Bundestag mahnte bei der Lufthansa Verantwortung für die Mitarbeiter an. "Staatsgeld bedeutet Sozialverantwortung", sagte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol. "Die Beschäftigten sind das Rückgrat der Erneuerung des Konzerns. Daher sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Kündigungen zu vermeiden." Die Lufthansa müsse zeigen, dass sie ehrlicher Partner ihrer Beschäftigten sei.

Von: dpa-AFX, br

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