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Ein Streik-Plakat hängt am 22.04.2013 in Stuttgart im Terminal des Flughafens an geschlossenen Lufthansa-Automaten. © dpa / Franziska Kraufmann
Mitarbeiter der Lufthansa streiken am 21.03.2013 am Flughafen in Düsseldorf. © dpa / Daniel Naupold

Die Tarifverhandlungen für rund 33.000 Lufthansa-Beschäftigte in den Technik- und Serviceeinheiten sind am Montag in die vierte Runde gegangen. Eine Woche nach dem Verdi-Warnstreik kamen die Delegationen des Unternehmens und der Gewerkschaft in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt zusammen. Die Gespräche verliefen in einer konstruktiven Atmosphäre, wie es in Verhandlungskreisen hieß. Details drangen zunächst nicht nach außen.

Die Gewerkschaft hat von der Lufthansa ein neues Angebot verlangt und anderenfalls mit weiteren Warnstreiks gedroht. Vor einer Woche war wegen des Warnstreiks fast das gesamte Flugprogramm von rund 1.700 Flügen ausgefallen und rund 150.000 Passagiere waren nicht an ihr Ziel gekommen.

Verdi verlangt für das Bodenpersonal 5,2 Prozent mehr Geld und Jobgarantien während des laufenden Sparprogramms. Die Airline hat ein nach Geschäftsbereichen abgestuftes Angebot vorgelegt, das in der Spitze für die Techniker rund drei Prozent Lohnplus in einem Zeitraum von 29 Monaten gebracht hätte. Über Jobgarantien will Lufthansa nur bei Gegenleistungen etwa bei der Arbeitszeit verhandeln. Da bereits ein weiterer Termin für Anfang Juni vereinbart ist, ist in der bis Dienstag terminierten Runde nicht mit einem Abschluss zu rechnen.

Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle schloss erneut auch einen unbefristeten Arbeitskampf nicht aus. «Wir müssen möglicherweise noch einige Male streiken», sagte Behle der «Frankfurter Rundschau» (Montag). Ein unbefristeter Ausstand könne Anfang Juni nach einer Urabstimmung beschlossen werden. Die Zeit dränge, denn am 1. Juli starte die neue Germanwings, sagte die Verdi-Funktionärin.

Die Lufthansa-Tochter übernimmt bereits sukzessive von der Lufthansa alle Flüge innerhalb Deutschlands und Europas, die nicht über München oder Frankfurt gehen. Davon seien viele Beschäftigte des Bodenpersonals an kleineren Flughäfen betroffen, sagte Behle. Dafür gebe es bislang aber keinerlei Regelungen.

Ebenfalls auf einen Konflikt laufen die Verhandlungen der Lufthansa mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu. Diese hat ultimativ ein Angebot bis zum 13. Mai eingefordert. Sollte dies nicht vorliegen, müsse man über Maßnahmen nachdenken, sagte ein VC-Sprecher am Freitag in Frankfurt. Die Gewerkschaft fordert für die Piloten und Copiloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings 4,6 Prozent mehr Geld auf einen Zeitraum von zwölf Monaten bis zum 30. April 2014.