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Luftraum über der Ukraine gesperrt, © dpa/Maksim Blinov/Sputnik
Passagiere, die auf die Informationstafel, die über die Annullierung und Verspätung von Flügen auf dem Internationalen Flughafen Platow informiert, schauen © dpa / Maksim Blinov/Sputnik

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Es ist Krieg in Europa: Russland hat die Ukraine aus mehreren Richtungen angegriffen. Präsident Wladimir Putin befahl am Donnerstag eine großangelegte Militäroperation gegen das Nachbarland - aus der Luft, am Boden und zur See. In einer Fernsehansprache sagte Putin, Russland strebe eine "Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine" an.

Lufthansa hat nach der russischen Invasion in die Ukraine auch ihr letztes Flugziel in dem angegriffenen Land gestrichen. Der für Donnerstagabend geplante Flug von Frankfurt in das westukrainische Lwiw wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, wie ein Sprecher am Morgen berichtete. Zuvor hatte der Konzern bereits die Verbindungen nach Odessa und Kiew gestrichen.

Auch Wizz Air gibt bekannt, nicht mehr in die Ukraine zu fliegen. Die ungarische Billig-Airline stellt den gesamten Flugbetrieb in der Ukraine ein. Passagiere, die Flüge in die oder aus der Ukraine gebucht haben, finden Informationen unter wizzair.com.

Nach der von Russland verkündeten Militäroperation hat die Regierung in Kiew den Luftraum über der Ukraine für den zivilen Luftverkehr geschlossen. "Wegen des hohen Sicherheitsrisikos" sei der Luftraum geschlossen und der Flugverkehr kurz nach Mitternacht eingestellt worden, teilte das Infrastrukturministerium am frühen Donnerstagmorgen in Kiew mit. Zuvor waren in mehreren Städten des Landes, darunter auch in der Hauptstadt, Explosionen zu hören.

Flughafen von Kiew getroffen

Bei einem Angriff auf den Flughafen Kiew-Hostomel - rund 30 Kilometer nordwestlich des Zentrums und Basis für Antonov Airlines - sollen mindestens drei russische Hubschrauber abgeschossen worden, teilte das ukrainische Verteidigungsministerium mit.

Angeblich soll bei der Schlacht um den Flughafen auch die Frachtcharter-Spezialairline und die Antonow-Konstruktionsbüros in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Im Internet kursieren Gerüchte, wonach sowohl die dort stationierte Antonow AN-225 als auch die AN-22, beides Unikate, zerstört worden sind. Später gab es Dementis dazu in den sozialen Medien. Die Berichte ließen sich vorerst aber nicht unabhängig überprüfen.

Russland hatte betont, keine Flugzeuge, Raketen oder Artillerie gegen ukrainische Städte einzusetzen, sondern lediglich gegen militärische Infrastruktur, Luftverteidigung und Flugplätze vorzugehen.

Das größte Frachtflugzeug der Welt, eine Antonow An-225 "Mrija", hat Schutzausrüstung für den Kampf gegen Covid-19 von China nach Polen gebracht., © dpa/Bartlomiej Myc
Das größte Frachtflugzeug der Welt, eine Antonow An-225 "Mrija", hat Schutzausrüstung für den Kampf gegen Covid-19 von China nach Polen gebracht. © dpa / Bartlomiej Myc

Easa ruft zur Vorsicht auf

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (Easa) hat umfangreiche Warnungen an die Fluggesellschaften herausgegeben. Diese betreffen nicht nur den gesperrten Luftraum der Ukraine, sondern auch die Republik Moldau. Hier sind Landungen, Starts und Überflüge verboten. Das Flugverbot über Belarus bestehe weiterhin, teilte die Behörde am Donnerstag in Köln mit.

In den russischen Lufträumen Moskau und Rostow werden die Flugzeugbetreiber zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, weil der Einsatz von Mittelstreckenraketen möglich sei.

Die ukrainische Flugsicherungsbehörde (UkSATSE) hatte bereits eine Mitteilung an die Luftfahrer (Notam) herausgegeben, in der der ukrainische Luftraum aufgrund des russischen Einmarsches in das Land ab 0245L (0045Z) am 24. Februar 2022 für alle zivilen Flüge gesperrt wird. "Die Erbringung von Flugverkehrsdiensten für zivile Nutzer des ukrainischen Luftraums wird ausgesetzt", teilte UkSATSE mit.

Auch die britische Regierung hat nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Fluggesellschaften dazu aufgerufen, den Luftraum des Landes zu meiden. "Nach den furchtbaren Ereignissen in der Nacht habe ich die Luftfahrtbehörde angewiesen, dafür zu sorgen, dass Airlines den ukrainischen Luftraum umgehen, um die Sicherheit von Passagieren und Crews zu gewährleisten", schrieb der britische Verkehrsminister Grant Shapps auf Twitter.

Russland schließt Flughäfen, umfangreiche Luftraumsperren

Russland hat nach dem Einmarsch vorübergehend mehr als zehn Flughäfen im Süden und auf der annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim geschlossen. Bis zum 2. März sollen unter anderem die Flugplätze in den Städten Rostow, Krasnodar, Kursk, Woronesch und Simferopol ihren Betrieb einstellen, wie die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija am Donnerstag mitteilte. Den Menschen werde "dringend" davon abgeraten, an die genannten Flughäfen zu kommen.

In Sotschi am Schwarzen Meer lief der Flugbetrieb offiziellen Angaben zufolge zunächst weiter. In Moskau wurden bis zum frühen Vormittag knapp 200 Flüge abgesagt oder waren mit Verspätung angekündigt, wie aus Online-Reisetafeln hervorging.

Auch die Republik Moldau hat ihren Luftraum aufgrund des russischen Großangriffs auf die Ukraine geschlossen. "Die Flüge werden auf andere Flughäfen umgeleitet", erklärte Vize-Regierungschef Andrej Spinu am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Er begründete die Entscheidung mit "der Situation in der Region".

Das Verteidigungsministerium von Belarus teilte mit, der Luftraum über dem Grenzgebiet zur Ukraine sei für die zivile Luftfahrt gesperrt worden. Die Ukraine hatte bereits kurz nach Mitternacht (Ortszeit) "wegen des hohen Sicherheitsrisikos" ihren Luftraum geschlossen.

Eine der fünf Boeing 737-800 von Ukraine International, die angesichts der politischen Situation in der Ukraine und Russland am Montag auf dem Flughafen Castellon gelandet sind., © dpa/Carme Ripollés
Eine der fünf Boeing 737-800 von Ukraine International, die angesichts der politischen Situation in der Ukraine und Russland am Montag auf dem Flughafen Castellon gelandet sind. © dpa / Carme Ripollés

Auswärtiges Amt rät von Reisen in Süden Russlands ab

Die Bundesregierung rief deutsche Staatsangehörige auf, die Ukraine zu verlassen. Die Bundesregierung rät nach dem russischen Angriff auf die Ukraine dringend von Reisen nach Südrussland in die Grenzregionen zur Ukraine ab. In den am Donnerstag aktualisierten Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes für Reisen nach Russland heißt es, bis zunächst 2. März seien acht Flughäfen in Südrussland geschlossen worden. Dabei gehe es um die Flughäfen in Rostow, Krasnodar, Anapa, Gelendschik, Belgorod, Orel, Kursk und Woronesch.

Zudem sei in fünf Regionen - Rostow, Krasnodar, Saratow, Woronesch und Wolgograd - der Notstand ausgerufen worden, schreibt das Außenministerium weiter. Dies könne zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Bundesbürger in den betroffenen Regionen wurden aufgerufen, sich zu informieren und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten.

Russland hat nach westlichen Angaben etwa 150.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen. Nach Nato-Angaben gibt es außerdem 30.000 russische Soldaten im nördlichen Nachbarland Belarus.

Die Ukraine, eine ehemalige Sowjetrepublik, ist das flächenmäßig größte Land Europas. Putin hatte am Montag die Unabhängigkeit der Separatistenregionen Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt. Dort rollten nun russischen Panzer ein. Der Kremlchef plant zum zweiten Mal nach 2014 einen Einmarsch in die Ukraine.

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