Vertrieb & Marketing Lufthansa-Statusregeln, Winterflugplänen, Nachfrage-Prognose

Das wöchentliche airliners.de-Vertriebs-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit einer Prognose zur Nachfrageentwicklung nach Corona, der Absage etlicher Luftfahrtmessen und einer Ankündigung zu neuen Statusregeln.

Business Lounge der Lufthansa am Frankfurter Flughafen. © Lufthansa

Jour fixe auf airliners.de: Immer montags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrs-Marketing und Vertrieb. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Airline-Marketing

In der Corona-Krise bleiben Vielflieger am Boden. Lufthansa hat ihren Status-Kunden nun eine "kulante Regelung" zum Statuserhalt angekündigt. Lufthansa sei sich bewusst, dass die Möglichkeiten, Statusmeilen zu sammeln, aktuell eingeschränkt seien, heißt es in einer Kunden-E-Mail. "Im Laufe des Jahres" werde man eine Lösung präsentieren.

Das DLR rechnet in den kommenden drei Monaten mit einem Rückgang des Luftverkehrs in Deutschland um rund 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut Mitteilung gehen die Forscher davon aus, dass es nach dem Ende der Corona-Krise zu einem raschen Aufwärtstrend kommen werde. Die längerfristigen Auswirkungen der Krise würden ähnlich gering ausfallen wie bei 9/11, SARS oder der Finanzkrise 2008/09.

© dpa, Hassan Ammar Lesen Sie auch: Diese Umbuchungsmöglichkeiten bieten Airlines in der Coronakrise

Easyjet hat bereits jetzt den kommenden Winterflugplan geöffnet. Die vorzeitige Buchungsfreigabe für Flüge von Ende Oktober bis März 2021 ermögliche es den von Corona-Streichungen betroffenen Kunden, Flüge ohne Änderungsgebühr weiter in die Zukunft zu verschieben, teilte die Airline mit.

Weltweit zwingt Corona den Luftverkehr in die Knie. Welche Bereiche können kurzfristig von der Corona-Krise profitieren und an welchen Stellen ergeben sich vielleicht sogar langfristige Vorteile? Ein Blick in die Glaskugel auf Flughäfen und Fluggesellschaften. Weiterlesen

Messe-Absagen

Nach der ITB wird mit der ILA eine weitere Leitmesse in Berlin abgesagt. Die Luftfahrtmesse am Flughafen BER war für Mitte Mai geplant. Die ILA ist nicht die einzige Luftfahrt-Messe, die wegen Corona nicht stattfindet. Weiterlesen

Die Luftfahrtmesse im britischen Farnborough fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Man habe die Entscheidung im Interesse der Gesundheit und Sicherheit der Aussteller, Besucher, Vertragspartner und Mitarbeiter getroffen, teilte der Betreiber am Freitag mit. Die Airshow südwestlich von London gilt nach der Paris Air Show als zweitgrößte Luftfahrtmesse der Welt. Diesmal sollte sie vom 20. bis 24. Juli ihre Pforten öffnen.

Die für Ende Mai angesetzte Geschäftsluftfahrtmesse Ebace 2020 in Genf ist abgesagt. Das teilten die beiden Veranstalter European Business Aviation Association (EBAA) und das amerikanische Pendant National Business Aviation Association (NBAA) mit. Die Ausstellungs- und Anmeldegebühren sollen vollständig erstattet werden.

Flug-Tourismus

Der Deutsche Reiseverband (DRV) rechnet bei den deutschen Reiseveranstaltern und Reisebüros bis Ende April mit einem Umsatzausfall von mehr als 4,8 Milliarden Euro. Sollte die Krise länger andauern, werde auch der Finanzbedarf weiter steigen, heißt es in einer Meldung des DRV.

Aus Sicht des DRV sind dabei die geltenden Storno-Regelungen im Reiserecht nicht für eine Großkrise wie den Coronavirus geeignet. Es sei daher notwendig, dass die Politik – über die bereits getroffenen wirtschaftlichen Maßnahmen hinaus – einen Schutzschirm für betroffene Unternehmen aufspanne, teilte der DRV mit.

© dpa, Fotomontage: airliners.de Lesen Sie auch: Luftfahrt in Zeiten von Corona Luftrechtskolumne (76)

Nach Plänen der Bundesregierung könnte ein Rettungsfonds für Unternehmen aufgelegt werden, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind. Sollte sich die Situation nicht bessern, wären Tui und Lufthansa Kandidaten. Weiterlesen

Wegen der Coronavirus-Pandemie setzt Tui den Großteil seines Reisegeschäfts aus und schickt Mitarbeiter nach Hause. Für die Airline-Mitarbeiter gilt das aber nicht - sie holen Reisende aus der ganzen Welt zurück nach Hause. Weiterlesen

Auch der Touristikkonzern FTI hat wegen der Coronakrise alle Reisen bis Ende März abgesagt. Buchungen jeder Reiseart würden storniert, teilte das Unternehmen mit. Der Veranstalter beantragte zudem Staatsgarantien zur Überbrückung.

© Aviareps

Malaysia Airlines, die für den deutschen Markt durch den General Sales Agent Aviareps vertreten wird, hat ein neues Gesicht. Seit dem 16. März hat Luca Ulbrich die Position des Sales Manager Germany übernommen. Ulbrich ist Nachfolger von Julia Kahn, die sich fortan im Mutterschutz befindet.

Reisebeschränkungen und Rückführung

Die von der Bundesregierung beauftragte Corona-Rückholaktion für im Ausland gestrandete Deutsche ist angelaufen. Gecharterte Flugzeuge von Lufthansa, Condor uns Tuifly holen erste Touristen zurück. Auf den Hinflügen werden teilweise ausländische Staatsangehörige mitgenommen. Weiterlesen

Die EU-Länder haben alle Außengrenzen geschlossen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte ein 30-tägiges Einreiseverbot in die Europäische Union vorgeschlagen. Damit könne die Verbreitung des Coronavirus am besten begrenzt werden. Weiterlesen

Das Bundesinnenministerium hat zudem die Coronavirus-Einreisebeschränkungen an Flughäfen verschärft. Reisende aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark dürfen in der Regel nicht mehr nach Deutschland fliegen. Weiterlesen

© dpa, Sonja Wurtscheid Lesen Sie auch: Verschärfte Einreisebestimmungen für Passagiere aus Deutschland

Corona-Streckenanpassungen

Vietnam Airlines hat vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie angekündigt, alle internationalen Flüge bis Ende April auszusetzen. Flüge nach Deutschland und Österreich werden noch bis zum 24. März durchgeführt, die letzten Rückflüge nach Vietnam sind für den 25. März geplant.

Die japanische Fluggesellschaft ANA fliegt trotz Coronakrise weiter von Tokio nach Frankfurt, München, Düsseldorf und Wien. Laut Mitteilung werden die Japaner aber das Angebot ausdünnen. Der veränderte Flugplan soll vom 29. März bis zum 24. April gelten.

Die Regierung Namibias hat wegen der Corona-Pandemie alle Flüge nach Deutschland für 30 Tage ausgesetzt, teilt die Fluggesellschaft Air Namibia mit. Alle Flüge zwischen Windhoek und Frankfurt finden bis einschließlich 12. April nicht statt.

© Adobe Stock, 330804509, OSORIOartist Lesen Sie auch: Die wichtigsten Informationsquellen zum Coronavirus Hintergrund

Von: airliners.de

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