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Eingerahmt von zwei Lufthansa-Flugbegleiterinnen: Thomas Winkelmann, Carsten Spohr und Thomas Klühr (von links). © Lufthansa

Mit einem Festakt ist jetzt der Chefwechsel am Lufthansa-Drehkreuz in München offiziell vollzogen worden. Thomas Winkelmann, bisher Chef der Lufthansa-Tochter Germanwings, ist neuer Leiter des Hubs. Er folgte zu Monatsbeginn auf Thomas Klühr, der ab Anfang nächsten Jahres Vorstandsvorsitzender von Swiss International Airlines wird. Er hatte das Drehkreuz acht Jahre geleitet.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr nutzte den Abend, um auf die besondere Bedeutung des Münchener Flughafens für die Lufthansa hinzuweisen. Beispiele dafür sind das Satellitenterminal, das gegenwärtig in Zusammenarbeit von Airline und Airport entsteht, sowie die Entscheidung der Lufthansa, ihre ersten Flugzeuge des Typs Airbus A350 am Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt zu stationieren.

"Gute Chancen, am Wachstum zu partizipieren"

Auch die geplante dritte Start- und Landebahn am Flughafen war Thema. "Der Luftverkehr wird weiter wachsen. Hier in München hätten wir gute Chancen, an diesem Wachstum zu partizipieren. Denn ich sehe auf lange Sicht an keinem anderen europäischen Drehkreuz die Möglichkeit einer 'luftseitige' Kapazitätserweiterung", so Spohr nach Angaben der Fluggesellschaft.

Die dritte Piste in München

Die dritte Start- und Landebahn soll vier Kilometer lang und 60 Meter breit werden. Mit ihr könnte die Zahl der Flugbewegungen von stündlich 90 auf 120 erhöht werden. Die Kosten liegen bei mindestens 1,2 Milliarden Euro. Die Flughafengesellschaft begründet den Bedarf mit einer Zunahme des Luftverkehrs. Seit dem Antrag auf Planfeststellung 2007 sind die Pläne für den Bau nicht unumstritten. Die Flughafengesellschaft München hat aber höchstrichterlich bestätigtes Baurecht.

Und bis wann die Lufthansa die Bahn braucht, machten Spohr und Winkelmann deutlich. Spätestens Mitte des nächsten Jahrzehnts sei das der Fall, sagte Winkelmann dem "Münchener Merkur". "Ob die Bahn in einem oder erst in zwei Jahren gebaut wird, ist für uns zweitrangig. Hauptsache, sie kommt", ergänzte Spohr. Entscheidend sei, dass die Bahn in spätestens zehn Jahren in Betrieb ist, zitiert ihn die Zeitung.

© Flughafen München, Lesen Sie auch: München: CSU bremst Seehofer bei Entscheid über dritte Startbahn aus