Lufthansa nimmt hinterste A320-Neo-Sitzreihe aus dem Verkauf

Lufthansa nimmt vorerst die letzte Reihe bei ihren Airbus A320-Neo-Jets aus dem Verkauf. Grund ist eine Anweisung der Easa, die vorsieht den Schwerpunkt der Maschinen weiter nach vorne zu verlagern.

First to fly A320neo: Airbus und Lufthansa feiern am 12. Februar 2016 in Hamburg offiziell die Erstauslieferung. © dpa

Lufthansa hat den Verkauf der letzten Sitzreihe ihrer Airbus A320-Neos-Maschinen gestoppt, bestätigte ein Konzern-Sprecher auf Anfrage von airliners.de. Das Blocken der letzten Reihe sei eine Adhoc-Lösung auf eine von der Easa am 31. Juli erlassene Lufttüchtigkeitsanweisung, so der Sprecher weiter.

Darin warnt die Behörde davor, dass unter ganz bestimmten Flugkonfigurationen - beispielsweise, wenn der Schwerpunkt der Maschine zu weit hinten liegt – und bei spezifischen Manövern, die theoretische Gefahr einer reduzierten Effizienz des Anstellwinkelschutzes bestehe. Dies könne zu einer höheren Arbeitsbelastungen der Flugbesatzung führen.

Die Easa betont allerdings, dass der Zustand im Betrieb der A320 Neo noch nie aufgetreten sei und bei Simulatoren-Trainings aufgefallen sei. Daher hatte Airbus eine Verlade-Empfehlung ausgesprochen, die von der Lufthansa nun umgesetzt wurde.

Dauer der Sperrung ist unbekannt

Wie lange Lufthansa auf den Verkauf ihrer letzten Reihe bei ihren Neo-Jets verzichten muss, konnte der Sprecher nicht sagen. Für eine dauerhafte Lösung der Problematik sei der Hersteller zuständig. Airbus teilte auf Anfrage mit, dass man mit den Kunden zusammenarbeite, um die besten Lösungen für den täglichen Betrieb zu finden.

Lufthansa war Erstkundin von Airbus' überarbeiteter Version der A320. Aktuell betreibt der Kranich 20 Maschinen des Typs.

© AirTeamImages.com, Lesen Sie auch: Easa warnt Airbus-A321-Neo-Piloten vor möglichen Steuerungsproblemen

Von: br

Lesen Sie jetzt
Themen
Lufthansa Fluggesellschaften Industrie Airbus Technik Wirtschaft Airbus A320neo Behörden, Organisationen EASA