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Lufthansa will Niki-Jets für Eurowings zurück, © AirTeamImages/Wolfgang Mendorf
Ein Airbus A321 in der Bemalung der ehemaligen Niki. Aktuell fliegt die Maschine für Lauda Motion. © AirTeamImages / Wolfgang Mendorf

Lufthansa hat die Leasing-Verträge über neun Maschinen mit Lauda Motion gekündigt. Den Schritt sei man wegen "nicht erfolgten Zahlungen" gegangen, heißt es in einer Kranich-Mitteilung. Auch bestehe bei Billigtochter Eurowings "aktuell Bedarf an Flugzeugen".

Lauda Motion ist den vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen zuletzt zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen.

Mitteilung der Lufthansa

Der Konzern zieht die Maschinen aber nicht sofort ab, nach airliners.de-Informationen gibt es kommende Woche dazu noch einen Gerichtstermin in London, bei dem die Wirksamkeit der Kündigung überprüft wird. Der Leasing-Vertrag zwischen Lauda Motion und Lufthansa ist nach britischem Recht geschlossen.

"Wir wollen dem nicht im Weg stehen"

Es geht um zehn Flugzeuge aus dem Bestand der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki, die Lufthansa nach der von der EU-Kommission gescheiterten Übernahme an einen eventuellen Käufer zu "marktüblichen Konditionen" vermieten muss, so die Brüsseler Behörde damals.

Lufthansa legte gegen die Auflagen zwar Beschwerde ein, gab dem späteren Niki-Käufer Lauda aber dennoch die Flugzeuge. Aktuell seien dies neun Jets, ein weiterer folge noch im Sommer. "Wir wollen dem nicht im Weg stehen", sagte Eurowings-Chef Thorsten Dirks im Februar zu airliners.de. Ende Mai zog der Kranich-Konzern den Einspruch zurück.

© airliners.de - S. Drews, Lesen Sie auch: Lufthansa zieht EU-Beschwerde zurück

Damals sprach Lufthansa davon, dass man alle Auflagen der EU-Kommission erfüllt hätte und somit "das Verfahren zur Übernahme von Teilen der Air Berlin abgeschlossen ist". Daher sei es zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr sinnvoll gewesen, "die offenen Rechtsfragen in einem Gerichtsverfahren zu klären".

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Ryanair erhebt schwere Vorwürfe

Auch Billigflieger Ryanair, die nun 75 Prozent an Lauda Motion übernehmen dürfen, äußert sich zu dem Thema. Die Iren betonen, dass der österreichische Carrier "vom Vorgehen der Lufthansa bedroht" sei.

Dies ist die jüngste aus einer Reihe an Bestrebungen der Lufthansa, Lauda Motion zu destabilisieren und zu schaden.

Juliusz Komorek, Chief Legal & Regulatory Officer von Ryanair

Zudem habe es Lufthansa versäumt, zwei weitere Niki-Flugzeuge an Lauda Motion zu liefern, so wie es die EU-Kommission vorschreibt. Und Lufthansa würde die Auslieferung einiger Flugzeuge bis nach dem Sommer verzögern, "was die Möglichkeiten von Lauda Motion weiter einschränkt, Slots zu bedienen", so Ryanair.

Ryanair: Lufthansa schuldet Lauda Motion Geld

Lufthansa betont, dass Lauda Motion alle Flugzeuge, die von der EU-Derogation-Entscheidung erfasst waren, zum Kauf angeboten wurden. Aber: "Dies hatte Lauda Motion abgelehnt und ein Leasing der Flugzeuge vorgezogen."

Lufthansa hat alle Auflagen bezüglich der geforderten Weitergabe von Flugzeugen an Lauda Motion vollständig erfüllt.

Sprecher von Lufthansa

Auch würde Lufthansa Ryanair noch "mehr als 1,5 Millionen Euro" schulden, sagen die Iren. Gebühren, die entstanden sind, weil Lauda Motion zwischen März und Mai im Wet-Lease für die Lufthansa-Tochter Eurowings unterwegs war. "Wir haben alle Zahlungen geleistet", verteidigt ein Kranich-Sprecher.

Manager Lauda stach IAG aus

Nach der Insolvenz der Niki-Mutter Air Berlin hatte Lufthansa einen Antrag gestellt, den österreichischen Ferienflieger übernehmen zu dürfen. Dies untersagte die EU-Kommission. Daraufhin stellte der Kranich die geleisteten "Überlebenszahlungen" an Niki ein und die Airline ging insolvent.

Gründer Niki Lauda stach später IAG als Bieter aus und kaufte im Januar den von ihm ins Leben gerufenen Carrier zurück. Seit März hebt Niki unter dem Namen Lauda Motion vorwiegend zu Sonnenzielen ab; im Sommer sind neben den neun eigenen Maschinen auch zehn Flugzeuge von Ryanair im Wet-Lease unterwegs.

Montage: airliners.de | Fotos: flickr.com/World Travel & Tourism Council, dpa/Helmut Fohringer, Lesen Sie auch: EU genehmigt Lauda-Motion-Übernahme

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