Lufthansa zieht Klage im Statusverfahren gegen Ufo zurück

Die Lufthansa deeskaliert im Streit mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Der Kranich zweifelt nun nicht mehr an, dass Ufo einen legitimen Status als Gewerkschaft hat und zieht die Klage dagegen zurück.

Ufo-Sprecher Nicoley Baublies und Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens beim Handshake am 12. November 2019 © Ufo

Im Tarifkonflikt mit der Kabinengewerkschaft Ufo hat die Lufthansa ein Signal des Entgegenkommens gesetzt. Am kommenden Montag werde man die beim Hessischen Landesarbeitsgericht anhängige Statusklage zurücknehmen, kündigte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt an. In dem Verfahren sollte im April die Gewerkschaftseigenschaft der Ufo überprüft werden, die seit 2002 im Lufthansa-Konzern für Flugbegleiter Tarifverträge abschließt.

"Wir wollen damit ein Signal der Deeskalation senden und Lösungsräume in einer schwierigen, festgefahrenen Situation eröffnen. Vor allem im Interesse unserer Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter brauchen wir konkrete Ergebnisse für drängende Themen. Dies lässt sich nur im Dialog erreichen", erklärte Vorstandsmitglied Detlef Kayser.

Die Rücknahme der Klage war schon Teil einer bereits erreichten Verständigung, die aber in dieser Woche wieder vom Tisch genommen worden ist. Ufo hat mit unbefristeten Streiks zur Vorweihnachtszeit gedroht, nachdem zuvor das Unternehmen von der Schlichtungsvereinbarung zurückgetreten war.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren vor gut zwei Wochen rund 1500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

Von: hr, dpa

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