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Eine Boeing 787-9 in der Lufthansa-Livery. © Lufthansa

Trotz der schwierigen Lage in der Corona-Krise kauft Lufthansa zehn neue Langstreckenflugzeuge von Airbus und Boeing. Der Vorstand habe den Erwerb von fünf Airbus A350-900 und fünf Boeing 787-9 beschlossen, teilte die Fluggesellschaft mit. Alle zehn Jets sollen bei der Lufthansa Passage zum Einsatz kommen.

Der Aufsichtsrat habe dem Vorhaben zugestimmt. Die Jets sollen ältere Flugzeugtypen mit höherem Treibstoffverbrauch ersetzen. "Unsere Langstreckenflotte modernisieren wir aufgrund antizyklischer Opportunitäten sogar schneller als vor dem Beginn der Pandemie geplant", so CEO Carsten Spohr.

Erste Dreamliner noch in diesem Jahr

Bei den Boeing-Flugzeugen handelt es sich demnach um bereits produzierte Maschinen, die von anderen Airlines wegen der Corona-Krise erst später abgenommen worden wären. Die ersten Jets sollen bereits im kommenden Winter für Lufthansa fliegen, die weiteren im ersten Halbjahr 2022.

Die Lufthansa Group hat ihre Erstbestellung von 20 Boeing 787-9 im Jahr 2019 aufgegeben. Mit dem neuen Kaufvertrag erhöht sich der Auftragsbestand der Gruppe auf 25 Boeing 787-9.

Die neuen Airbus-Langstreckenflugzeuge werden 2027 und 2028 ausgeliefert. Dafür hat die Airline nach eigenen Angaben die Auslieferungen zuvor bestellter Flugzeuge mit beiden Herstellern neu verhandelt.

Die Investition in die neuen Jets steht laut Lufthansa im Einklang mit dem Rettungspaket, mit dem der Bund das Unternehmen in der Corona-Krise unterstützt hatte. Die neuen Modelle verbrauchen den Angaben zufolge rund 30 Prozent weniger Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke.