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Pflicht für medizinische Schutzmasken kommt auch für Flüge

Um wenigstens innerhalb Deutschlands für einheitliche Regeln entlang der gesamten Reisekette zu sorgen, übernehmen die Airlines die Regelung zum Tragen medizinischer Schutzmasken im Nahverkehr. Die selbstgenähten Alltagsmasken dürften bald an Flughäfen nicht mehr zu sehen sein.

Maskenpflicht im Flugzeug. © Adobe Stock / Zigres

Fluggäste müssen auch im Flugzeug und auf Flughäfen künftig eine medizinische Maske tragen. Dies gelte ab dem 1. Februar, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag mit. Die Masken seien von den Passagieren mitzubringen.

Im öffentlichen Personennahverkehr gilt fortan die Pflicht zum Tragen von medizinischen Schutzmasken - damit der Übergang zum Luftverkehr möglichst reibungslos verlaufe, griffen die Luftverkehrsunternehmen den Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag auf, erläuterte der Verband. "Damit gelten einheitliche Regeln entlang der gesamten Reisekette."

Lufthansa Group führt Pflicht zum 1. Februar ein

Erlaubt sind demnach ab Februar sowohl OP-Masken wie auch FFP2-Masken beziehungsweise Masken mit dem Standard KN95/N95 ohne Ausatemventil. Einfache Stoff- oder Alltagsmasken reichten dann nicht mehr aus. Ebenfalls unzulässig seien weiterhin Gesichtsvisiere sowie einfache Mund-Nase-Bedeckungen wie Schals.

Das Tragen einer medizinischen Maske ist laut Verband vorgeschrieben für Abflüge ab Deutschland als auch für Flüge nach Deutschland, auf deutschen Flughäfen sowie an Bord der Flugzeuge von Austrian Airlines, Brussels Airlines, Condor, Eurowings, Lufthansa, Swiss und Tuifly. Die Regelung gilt für Kinder ab sechs Jahre.

Die Airlines der Lufthansa Group kündigten bereits an, ab 1. Februar auf Flügen von und nach Deutschland eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Schutzmaske einzuführen. Dabei könne es sich entweder um eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske handeln. Alltagsmasken sind dann nicht mehr erlaubt, teilte der Konzern mit.

Bund uns Länder hatten sich auf neue Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt und dazu auch die Maskenpflicht verschärft. Inwiefern die Neuregelung auch für den Luftverkehr gilt, war zunächst nicht klar. So war in der Beschlussvorlage immer nur von "Fahrgästen" die Rede, allerdings auch von "allen öffentlichen Verkehrsmitteln".

Für Airlines bedeutet die Neuregelung erhelichen Mehraufwand. Im internationalen Verkehr sei die Regelung auch nur schwerlich umzusetzen, hieß es bei einer deutschen Fluggesellschaft. Man könne wohl beim Einstieg in Deutschland davon ausgehen, dass alle Fluggäste die Regelung kennen, nicht aber anderorts. Schon heute gebe es zum Teil Verwirrung darum, was als Maske gilt und was nicht.

Von: dk

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