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Indische Arbeiter laden Beatmungsgeräte aus einer Lufthansa-Maschine. © dpa / Commonwealth & Developm

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Die Lufthansa hält ihre Flugverbindungen nach Indien trotz der dramatischen Corona-Lage auf dem Subkontinent vorerst weiter aufrecht. Zudem würden die Frachtkapazitäten für notwendige Transporte genutzt.

"Mit unserem Flugangebot erhalten wir auch unter anderem eine geringe Mindestkonnektivität und geben damit insbesondere deutschen Bürgern und Bürgerinnen die Sicherheit, gesellschaftlich oder wirtschaftlich wichtige Aufgaben erledigen zu können oder nach Hause zu kommen", erklärte ein Unternehmenssprecher in Frankfurt.

Lufthansa fliegt nach eigenen Angaben derzeit zehn Verbindungen pro Woche zwischen Frankfurt und Indien. In der Bundesregierung gibt es nach dpa-Informationen Überlegungen, den Flugverkehr mit dem Land vorübergehend ganz zu stoppen.

Die Fracht-Tochter Lufthansa Cargo bestätigte, dass in der Nacht zum Dienstag an Bord einer Passagiermaschine aus Frankfurt eine größere Hilfslieferung eines britischen Absenders nach Delhi geflogen worden ist. Entladen wurden Beatmungsgeräte, Sauerstoffkonzentratoren sowie weiteres Material. Weitere Hilfstransporte seien noch in dieser Woche geplant, sagte eine Sprecherin.

Indien gilt als Virusvariantengebiet

Die Bundesregierung hat Indien daher am gestrigen Montag zum Virusvariantengebiet erklärt. Damit gilt bereits ein weitgehendes Einreiseverbot für Menschen, die sich zuvor in Indien aufgehalten haben.

Auch Italien und andere Länder schränkten die Einreise aus Indien ein. Der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber forderte die Einstellung aller Flugverbindungen in die EU.

Indien verzeichnet seit Tagen immer wieder Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag 349.691 neue Fälle verzeichnet. Dies ist zugleich ein weltweiter Tageshöchstwert. 2767 Menschen starben an oder mit Covid-19. Dies ist die bisher höchste Todeszahl in Indien. Den vierten Tag in Folge wurden mehr als 300 000 Neuinfektionen und über 2000 Tote registriert. Die Dunkelziffer dürfte sogar deutlich höher liegen.