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Eine A350 von Lufthansa am Flughafen München. © AirTeamImages.com / Markus Mainka

Lufthansa baut ihr Langstrecken-Portfolio am Flughafen München aus. So nimmt der Kranich im Juli die Nordamerika-Routen nach Boston, New York-JFK, Charlotte und Vancouver auf, bestätigte eine Sprecherin gegenüber airliners.de. Aktuell bedient Lufthansa mit Newark, Chicago, Los Angeles, Denver und Seoul nur fünf Langstrecken vom Erdinger Moos.

Im August kommen mit Tokio, Washington, Shanghai und Osaka vier weitere Langstrecken-Destinationen in den Münchner Lufthansa-Flugplan zurück. Insgesamt wird der Kranich dann 13 Langstreckenziele ab München anbieten. Alle Flüge werden den Angaben nach mit Airbus A350 durchgeführt.

Damit sind dann laut Lufthansa wieder rund 60 Prozent aller Destinationen im Vergleich zum Sommer 2019 im Flugplan. Vor Corona hatte der Kranich 23 Langstreckenziele ab München im Angebot. Zu den geplanten Frequenzen beim Langstrecken-Restart machte Lufthansa noch keine Angaben.

Perspektivisch sollen alle A350 zurück nach München

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte die Airline zahlreiche Langstrecken an ihrer zweitgrößten Basis vorübergehend eingestellt oder auf das Drehkreuz in Frankfurt konzentriert. Von Mitte März bis Ende Mai 2020 führte Lufthansa sogar keine einzige Langstrecke ab München durch.

In diesem Zusammenhang wurde auch rund die Hälfte der in München beheimateten A350-Flotte an den Frankfurter Flughafen verlegt. Dabei handelte es sich um ein Novum, denn bis dahin sollte das neue Airbus-Langstreckenmuster ausschließlich vom Münchner Lufthansa-Hub eingesetzt werden.

"Perspektivisch ist geplant, alle A350 wieder in München einzusetzen. Dieses hängt jedoch von der weiteren Entwicklung des Langstreckenangebots ab München ab", so die Lufthansa-Sprecherin weiter.

Im Juni sind sieben A350-900 in München stationiert und zehn in Frankfurt. Im Juli ist geplant, das Verhältnis umzudrehen und neun A350 in München und acht A350 ab Frankfurt zu betreiben.