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Lufthansa zieht EU-Beschwerde zurück

Kehrtwende der Lufthansa: Der Kranich-Konzern zieht seinen Einspruch gegen EU-Auflagen bei der Air-Berlin-Teilübernahme zurück. Es ging um die erworbenen Niki-Flugzeuge.

Europaflaggen vor dem Berlaymont-Gebäude in Brüssel © airliners.de - S. Drews

Die Lufthansa Group hat die Beschwerde gegen die EU-Auflage, Flugzeuge an Lauda Motion vermieten zu müssen, fallen gelassen. Dies sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage von airliners.de. Nichts desto trotz sei man "weiterhin davon überzeugt, dass unsere Argumente richtig sind".

Im Rahmen der Übernahme der Air-Berlin-Töchter LGW und Niki hatte die EU-Kommission die Auflage erteilt, dass Lufthansa die bereits erworbenen 20 Flugzeuge der Niki an einen späteren Käufer vermieten müsse. Ende Januar kaufte Gründer Niki Lauda seine Airline für rund 50 Millionen Euro zurück.

Große Teile der ehemaligen Niki heben nun unter dem Dach der von Lauda ins Leben gerufenen Lauda Motion ab. Diese hatte er kurz vor dem Start an den irischen Billigflieger Ryanair verkauft.

Lufthansa gewährte Lauda neun Maschinen

Gegen die Auflage, die Maschinen abgeben zu müssen, legte der Kranich-Konzern nach airlines.de-Informationen Anfang Februar Beschwerde bei der EU ein. Schließlich waren die Flugzeuge schon fest in den Wachstumsplan der Kranich-Billigplattform Eurowings auf 210 Maschinen eingeplant.

Gleichzeitig mit Einreichen der Beschwerde folgte die Lufthansa Group aber den EU-Auflagen und gab neun Airbus-Flugzeuge an Lauda ab. Man wolle ihm nicht beim Start des neuen Carriers im Weg stehen, poche allerdings weiter auf sein Recht, sagte Eurowings-Chef Thorsten Dirks zu airliners.de.

Angestrebtes Verfahren sei nicht mehr "sinnvoll"

Heute spricht der Kranich-Konzern davon, dass man alle Auflagen der EU-Kommission erfüllt hätte und somit "das Verfahren zur Übernahme von Teilen der Air Berlin abgeschlossen ist". Daher sei es zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr sinnvoll, "die offenen Rechtsfragen in einem Gerichtsverfahren zu klären".

© dpa, Fotomontage: airliners.de Lesen Sie auch: So funktioniert eine Klage gegen die EU-Kommission Luftrechtskolumne (59)

Von: cs

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