Lufthansa will nicht Co-Investor bei Alitalia werden

Rom pocht auf eine "rein italienische Lösung" beim Alitalia-Verkauf - das erschwert die Investorensuche. Die staatliche Bahn würde einsteigen, allerdings nur mit einem Partner. Lufthansa will diese Co-Rolle nicht einnehmen.

Flugzeuge von Alitalia und Lufthansa. © dpa

Lufthansa hat klar gemacht, nicht als Co-Investor bei Alitalia einsteigen zu wollen. "Wir wären sicher nicht daran interessiert, Co-Investor der Regierung zu sein bei einer Fluggesellschaft, die restrukturiert werden muss", so Konzernchef Carsten Spohr. Hintergrund war das mögliche Interesse der Ferro vie dello Stato - die Staatsbahn sucht aber einen Co-Investor.

Erstes Interesse des Staatskonzerns an Alitalia meldeten italienische Medien bereits Ende September. Laut eines Insiders hofft man auf Synergieeffekte unter anderem beim Ticketverkauf. Die Regierung in Rom setzt weiter auf eine "rein italienische Lösung", bei der Alitalia mehrheitlich im Besitz eines nationalen Investors bleibt.

Allerdings ist dies aus Sicht von Beobachtern schwierig bis unmöglich, denn konkrete Angebote für Alitalia liegen bislang lediglich von ausländischen Investoren vor. Die Regierung will die Airline nach mehrfachen Fristverschiebungen noch im kommenden Monat verkaufen. Bereits am Mittwoch läuft laut Medien eine Deadline für die Angebotsabgabe aus.

© dpa, Lesen Sie auch: Kredit: Alitalia soll mehr Zeit bekommen

Von: br

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