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Lufthansa City Line kündigt Krisentarifvertrag für Kabine

Für die rund 800 Flugbegleiter der Lufthansa City Line hat sich die Geschäftsführung mit den Personalvertretern eigentlich auf ein Krisenpaket geeinigt. Das soll jetzt wieder hinfällig sein. Lufthansa und Ufo geben sich gegenseitig die Schuld.

Embraer-Flugzeug betrieben von Lufthansa Cityline. © AirTeamImages.com / Rudi Boigelot

Die Geschäftsführung der Lufthansa-Tochter City Line hat nach Angaben der Flugbegleitergewerkschaft Ufo die Anfang September erzielte Einigung für einen Krisentarifvertrag "am letzten Tag einer vereinbarten Frist" widerrufen.

Aus Ufo-Sicht soll das Thema Kündigungsschutz der Grund für Lufthansas Rückzug sein. Zur Sicherung der eigenen Zukunft sowie der des Unternehmens hätten die Flugbegleiter die Schmerzgrenze eigentlich überschritten. Aber das reiche dem Konzern offenbar nicht.

Trotz der vereinbarten Lohneinschnitte sei der Konzern nicht bereit, den Angestellten einen verlässlichen Schutz vor Kündigungen zu bieten. "Dieses Vorgehen lässt uns ratlos zurück", kommentiert Daniel Flohr, Vorstandsvorsitzender der Ufo die Entwicklung. "Die Kolleginnen und Kollegen verdienen teilweise unter 2.000 Euro brutto im Monat und haben dennoch signifikante Einschnitte bei Gehalt und Arbeitsbedingungen angeboten."

Das sieht die Lufthansa anders. Ein Sprecher des Konzerns äußerte gegenüber airliners.de: "Lufthansa hat am 24. Juni für 22.000 Flugbegleiter mit Ufo eine Regelung zum Kündigungsschutz vereinbart. Dieser Kündigungsschutz enthält wesentlich von Ufo geforderte Elemente. Diese gleiche Regelung hat die City-Line-Geschäftsführung der Ufo jetzt auch für ihre 800 Flugbegleiter angeboten." Es sei nicht nachvollziehbar, warum Ufo diese Regelung bei City Line ablehnt.

Rainer Bauer, Verhandlungsführer bei Ufo für Lufthansa City Line hält das Angebot jedoch für eine Finte. "Der Arbeitgeber will sich eine einseitige Option offenhalten und aus dem Vertrag wieder aussteigen können. Aber solch ein Hintertürchen ist in diesem Fall inakzeptabel". CityLine habe keinen Personalüberhang, bereits heute wieder eine gute Auslastung und überdurchschnittlich gute Zukunftsaussichten durch günstige Strukturen und vergleichsweise kleines Fluggerät. "Entweder man will den sehr signifikanten Krisenbeitrag, oder eben nicht; so einfach ist das".

Von: dk

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