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Mit der Parallelfahrt zweier Sonderzüge (ICE T Baureihe 411) war bereits Ende 2015 die 123 Kilometer lange Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig eröffnet worden. © Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Lufthansa hat erneut ein verbessertes ICE-Netz anstelle eines pauschalen Verbots von Inlandsflügen gefordert. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn optimiere man fortlaufend das Angebot, mit dem Zug zum Flug zu kommen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Politikbrief des staatlich gestützten MDax-Konzerns.

Am Lufthansa-Drehkreuz München scheitere man allerdings an der Infrastruktur, weil der dortige Flughafen keinen ICE-Anschluss besitzt. Grundsätzlich seien Passagiere von Inlandsflügen bereit, auf die Bahn umzusteigen, wenn eine zuverlässige und schnelle ICE-Verbindung angeboten werde. Lufthansa habe bei entsprechenden Alternativen bereits mehrere Inlandsstrecken reduziert oder eingestellt.

Gestern war nach einer airliners.de-Recherche bekannt geworden, dass Lufthansa die Kurzstrecke zwischen Nürnberg und München nicht mehr aufnehmen wird. Die Strecke diente vor allem als Zubringer für einen Weiterflug ab der bayerischen Hauptstadt. Kunden, die von Nürnberg aus zum Flughafen München reisen möchten, biete Lufthansa stattdessen eine "Express-Bus Verbindung an".

Zwei Drittel der innerdeutschen Gästen steigen um

Weiterhin will Deutschlands größte Airline aber ihre Umsteigepassagiere mit dem Flugzeug an die Drehkreuze Frankfurt und München bringen. Sie machten bereits heute rund zwei Drittel der Gäste auf innerdeutschen Flügen aus und könnten bei einem Verbot leicht auf Fluggesellschaften und Umsteigeflughäfen im Ausland umsteigen, argumentiert das Unternehmen.

"Das offene Tor zur Welt stünde in Istanbul, Doha, Dubai, London oder Paris." Das schwäche nicht nur Airlines und Flughäfen in Deutschland, sondern lasse mit längeren Routen auch die Emissionen steigen.

Eine airliners.de-Analyse zum 30. ICE-Jubiläum hatte ergeben, dass die neuen ICE-Angebote zur Streichung von 15 innerdeutsche Flugverbindungen geführt haben. Allerdings konnte die Bahn bislang kaum Strecken zu den Luftverkehrsdrehkreuzen adäquat ersetzen.

In München sind in Folge des fehlenden Schnellbahnanschlusses gar keine innerdeutschen Flüge aufgrund einer ICE-Alternative entfallen. Aber selbst in Richtung Frankfurt gab es nur wenige Strecken, auf denen der ICE einen so großen Zeitvorteil mit sich bringt, als dass die Kunden umsteigen würden. Hier fehlt es zudem nach wie vor an flächendeckenden Angeboten für eine Anschlussgarantie bei Verspätungen des Bahn-Zubringers sowie einem Gepäckservice.

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