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Lufthansa besetzt Chefpositionen bei Swiss, Brussels und Cargo neu

Der Abschied von Thomas Klühr als CEO der Swiss löst Personalrochaden in der Lufthansa Group aus. Der bisherige Brussels-Chef Dieter Vranckx geht nach Zürich. Und Ex-Cargo-Chef Peter Gerber erwarten in Belgien gelich mehrere Aufgaben. Für ihn übernimmt Dorothea von Boxberg.

Dieter Vranckx, bisheriger CEO von Brussels Airlines, wird nun Swiss-Chef. © dpa / Thierry Roge/BELGA

Der Lufthansa-Konzern hat die Spitzenjobs bei drei seiner Fluggesellschaften mit eigenen Kräften neu besetzt.

An die Spitze der Swiss rückt laut einer Mitteilung vom Mittwoch der bisherige Chef der Brussels Airlines, Dieter Vranckx. Der 47-jährige verfügt über einen belgischen und einen schweizerischen Pass. Er wird Nachfolger von Thomas Klühr, der die Swiss aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende verlässt.

Lufthansa CEO Carsten Spohr verwies auf die breite Erfahrung, die die neuen Airline-Chefs mitbringen würden. "Mit den heutigen Entscheidungen übernehmen gleich drei erfahrene und versierte Führungskräfte aus unseren eigenen Reihen wichtige Managementaufgaben im Kerngeschäft unseres Konzerns.

Dieter Vranckx war in verschiedenen Airlines und auf drei Kontinenten erfolgreich für die Lufthansa Group tätig. Seine enorme internationale Erfahrung und seine breite Airline Expertise würden ihn zu einer "erstklassigen Besetzung" für die Führung der Swiss machen, so Spohr.

Wechsel an der Spitz von Lufthansa Cargo

Peter Gerber, CEO von Brussels Airlines. © Lufthansa

Vranckx' Nachfolger in Brüssel soll zum 1. März der bisherige Chef der Lufthansa Cargo, Peter Gerber, werden. Die Zustimmung des Aufsichtsrats dazu steht noch aus.

Der 57 Jahre alte Gerber fungiert gegenwärtig auch als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und soll den Lufthansa-Konzern nun auch politisch bei der Europäischen Union vertreten.

Peter Gerber hat laut Spohr innerhalb der Lufthansa Group in vielen Führungspositionen bewiesen, dass er "nicht nur ein herausragender Airline-Manager ist, sondern auch schwierige politische Verhandlungen zu einem guten Ergebnis bringen kann". Diese Erfahrung werde er in seine neue Doppelrolle in Brüssel einbringen.

Dorothea von Boxberg, CEO der Lufthansa Cargo © Lufthansa

An der Spitze der zuletzt sehr ertragreichen Frachttochter Lufthansa Cargo folgt ihm die bisherige Vertriebschefin Dorothea von Boxberg. Die Managerin habe in den vergangenen Jahren nicht nur als Vertriebsexpertin einen großen Anteil an dem aktuellen Erfolg der Lufthansa Cargo. "Sie wird mit ihrer Erfahrung und ihrem Knowhow die starke Wettbewerbsposition unserer Frachtsparte weiter ausbauen“, so Spohr.

Die 46-Jährige von Boxberg wird damit die zweite Airline-Chefin in der Geschichte der Lufthansa. Die frühere Brussels-Chefin Christina Foerster ist mittlerweile in den Konzernvorstand gewechselt.

Swiss-Piloten fordern Doppelrolle für Vranckx

Der langjährige Lufthansa-Manager und bisherige Chef bei der Lufthansa-Tochter Swiss, Thomas Klühr, tritt Ende des Jahres zurück. Das hatte Swiss im September mitgeteilt und private Gründe genannt. Klühr werde auch das Amt als Präsident des Verwaltungsrats bei Edelweiss Air niederlegen und in die Schweizer Luftfahrtstiftung wechseln.

Die Gründung der Stiftung war eine Auflage der Schweizer Regierung, als sie für Swiss eine Kreditgarantie wegen der Corona-Ausfälle aussprach. Sie soll überwachen, dass die mit der Kreditgarantie verbundenen Vereinbarungen über den Erhalt des Drehkreuzes Zürich eingehalten werden.

Der schweizerische Pilotenverband Aeropers forderte in einer Stellungnahme, dass auch der neue Swiss-Chef Aufgaben bei Edelweiss übernehmen soll: "Aus unserer Sicht ist eine zunehmend engere Verknüpfung der beiden Lufthansa-Töchter unerlässlich, um Synergien zu nutzen und International zu bestehen." Es wäre wünschenswert, wenn mit Vranckx auch der neue CEO ein Amt im Verwaltungsrat der Edelweiss Air übernähme und "mit strategischem Weitblick Einfluss im Sinne der beiden Firmen" ausübe.

Von: dk mit dpa

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