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Lufthansa-Chef Carsten Spohr © dpa / Sven Hoppe

Die Lufthansa Group hat im dritten Quartal Gewinneinbußen in Höhe von 17 Prozent verzeichnet. Wie der Konzern mitteilte, betrug der Nettogewinn zwischen Juli und September 1,18 Milliarden Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 1,42 Milliarden Euro. Damit lag das Ergebnis aber über den Erwartungen von Analysten, die mit einem Gewinn von 1,01 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Konzernchef Carsten Spohr sprach von einem "Rekordergebnis" bezogen auf die gesamten ersten drei Quartale. In den ersten neun Monaten verdiente Lufhansa mit 1,85 Milliarden Euro bereits genauso viel wie im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ebit liegt nach den ersten drei Quartalen mit 2,6 Milliarden Euro sogar anderthalb Mal so hoch wie im Vorjahr - ein neuer Rekord.

Tarifeinigung mit Piloten bringt Sondergewinne

Zudem winkt dem Konzern zum Jahresende unter dem Strich ein dicker Sondergewinn, der den Überschuss im Gesamtjahr weit über die 1,8 Milliarden Euro von 2016 hinausheben dürfte. Hintergrund ist die Neuregelung der Betriebsrenten für die Piloten. 2016 hatte eine Einigung mit den Flugbegleitern einen ähnlichen Effekt gebracht.

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So erlange die Lufthansa die nötige "Investitions- und Wachstumsfähigkeit", um sich an der Konsolidierung des europäischen Airline-Marktes zu beteiligen, sagte Spohr. Die Lufthansa hatte sich jüngst mit der insolventen Air Berlin auf die Übernahme großer Unternehmensteile geeinigt.

Sonderkosten für Air-Berlin-Übernahme

Die noch unter Kartellvorbehalt stehende Integration der Air Berlin in die Eurowings werde im kommenden Jahr Sonderkosten von rund 50 Millionen Euro verursachen, berichtete der Konzern. Darin sind etwa Schulungen für das Personal und die Umlackierung der Flugzeuge enthalten. Positive Ergebnisbeiträge erwartet er 2019. Lufthansa will die Eurowings-Flotte um 81 Maschinen aus den Beständen der Air Berlin erweitern.

Die meisten der übernommenen Flugzeuge - die allesamt Leasinggesellschaften gehören - will die Lufthansa von den Eigentümern kaufen und dafür insgesamt 1,5 Milliarden Euro investieren. Der Kaufpreis von 210 Millionen Euro für die Air-Berlin-Teile ist in dieser Summe enthalten.

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Die Genehmigung des gesamten Unterfangs dauert nun allerdings länger als wie bislang angekündigt zum Jahresende. Spätestens im Januar 2018, so hofft Spohr, kann sich die Lufthansa den Großteil der Air-Berlin-Flotte einverleiben. Er rechnet zuvor mit wettbewerbsrechtlichen Auflagen durch die EU-Kommission, die das Geschäft überprüft.

Eurowings steuert den Angaben nach derweil bereits auf schwarze Zahlen zu. Die Gesellschaft soll schon im laufenden Jahr einen operativen Gewinn erwirtschaften. Dieser war eigentlich erst für 2018 geplant, hatte sich aber schon im Sommer abgezeichnet. Im kommenden Jahr soll die Eurowings mit rund 210 Flugzeugen und 10 000 Mitarbeitern rund 40 Millionen Passagiere transportieren. Sie würde damit hinter Ryanair und Easyjet zur drittgrößten Billig-Airline in Europa.

Konzernumsatz wächst um elf Prozent

Während die zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin in die Pleite schlitterte, trieben höhere Ticketpreise sowie die Übernahme von Brussels Airlines und vielen Air-Berlin-Jets den Umsatz bei Lufthansa in die Höhe. Im dritten Quartal wuchs er um gut elf Prozent auf 9,81 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten lag der Zuwachs bei mehr als zwölf Prozent im Vergleich zum Umsatz im Vorjahreszeitraum.

Schon im Sommer wurden Flüge mit Airlines des Lufthansa-Konzerns merklich teurer. Die Durchschnittserlöse - ein Maß für die Ticketpreise - zogen im dritten Quartal währungsbereinigt um 4,5 Prozent an. Für den Rest des Jahres rechnet Spohr mit steigenden Ticketpreisen. Zuvor hatte Lufthansa steigende Preise im Zuge der Air-Berlin-Übernahme abgestritten.

Sinken sollen hingegen weiterhin die Durchschnittskosten abseits von Währungsschwankungen und Treibstoff. Insgesamt muss die Lufthansa für Kerosin 2017 aber mehr ausgeben als im Vorjahr. Die Spritrechnung dürfte nach neuer Berechnung auf 5,3 Milliarden Euro klettern - auch wegen der Brussels-Übernahme und der Geschäftsausweitung bei der Tochter Eurowings.

© dpa, Lesen Sie auch: Spohrs Pläne für Air Berlin

Am Finanzmarkt lösten die Nachrichten nach der jüngsten Rekordjagd der Aktie keine neue Euphorie aus. Kurz nach Handelsstart verloren die Lufthansa-Papiere am Morgen 2,81 Prozent an Wert und waren damit Schlusslicht im Dax. Allerdings hatte sich der Kurs der Aktie seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Erst am Dienstag hatte er mit 26,39 Euro den höchsten Stand seit Februar 2001 erreicht.

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