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Luftfahrtverbände rücken näher zusammen

Die Branchenverbände BDL, ADV, AIREG und BDF sind in Berlin unter ein Dach gezogen. Jetzt wurde das "Haus der Luftfahrt" offiziell eröffnet. Die gemeinsame Adresse soll mehr als ein Symbol sein.

BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch (r) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) begrüßen sich am 29. September 2015 in Berlin bei der Eröffnung des Hauses der Luftfahrt. © dpa / Britta Pedersen

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen), der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) und die deutsche Initiative für alternative Kraftstoffe im Luftverkehr (Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany; AIREG) sind noch enger zusammengerückt: Seit Anfang des Monats haben sie gemeinsame Räume in der Friedrichstraße 79 in Berlin-Mitte bezogen.

Am heutigen Dienstag ist das "Haus der Luftfahrt" nun offiziell eröffnet worden. Die neue gemeinsame Adresse sei Anlaufstelle für alle Belange der deutschen Luftverkehrswirtschaft, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch in der Eröffnungsrede. Die gemeinsame Anschrift bedeute noch kürzere Wege bei der Beratung und Abstimmung für gemeinsame Botschaften in Richtung Politik.

Mit dem Zusammenziehen der Verbände solle die Idee des BDL unterstrichen werden, die gesamte Branche unter einem Dach zu vereinen. Die gemeinsame Büroetage sei auch ein Symbol für den festen Glaube aller Beteiligten an eine erfolgreiche Zukunft für den Luftverkehrsstandort Deutschland.

Uns verbindet mehr als uns trennt.

Klaus-Peter Siegloch, BDL-Präsident

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gratulierte der Branche zum neuen Schulterschluss. Kompetenzen zusammenzufassen sei wichtig, um sich im Wettbewerb erfolgreich positionieren zu können. Beim aktuell in der Entwicklung befindlichen Luftverkehrskonzept müsse es darum gehen, die Luftfahrt zu stärken. Auch vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass alle Akteure der Branche nunmehr verstärkt mit einer Stimme sprechen würden.

Während BDF, ADV und AIREG ins neue "Haus der Luftfahrt" umziehen mussten, hatten es die Mitarbeiter des BDL etwas einfacher. Sie blieben in ihren Räumen in der siebten Etage des Eckhauses Friedrichstraße/Französische Straße. Ein Durchbruch zur Friedrichstraße ermöglichte die gemeinsame Büroetage mit den anderen Verbänden. Gemeinsam haben die beteiligten Luftfahrtverbände jetzt unter anderem einen Lobby- und Empfangsbereich.

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Offen ist noch, inwieweit weitere Hauptstadt-Repräsentanzen mit Luftverkehrsbezug in das neue Luftfahrt-Verbändehaus einziehen. So gibt es etwa eine Lufthansa-Repräsentanz in Berlin und auch der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) sitzt in der Friedrichstraße nur ein paar Blocks weiter. Auch wenn der Industrieverband BDLI kein Mitglied im Luftverkehrs-Dachverband BDL ist, sieht er das "Haus der Luftfahrt" durchaus positiv. Der Gedanke sei interessant und logisch, sagte eine Sprecherin gegenüber airliners.de.

Von: gk, dh

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