airliners.de Logo
Luftfahrtjournalist und Vielflieger Andreas Spaeth mit Beobachtungen und Erlebnissen aus der weiten Welt der Luftfahrt. © airliners.de

Es war ein Empfang nach Maß letzte Woche: Ein überirdisch klarer Sonnentag in Anchorage, der Metropole Alaskas, an einem der beeindruckendsten Flughäfen weltweit. Anchorage, das hatte für mich schon als Jugendlicher den Klang von Exotik – gab es damals, bis Ende der 1980er Jahre, doch mehrmals wöchentlich Nonstop-Flüge mit den Boeing 747-200 von Lufthansa und JAL aus meiner Heimatstadt Hamburg nach Alaska und weiter nach Tokio.

Auf der Weltkarte liegt Alaska immer ganz oben links, unweit des noch exotischeren fernen Ostens Russlands, und scheinbar unendlich weit weg. Das dachten auch meine Freunde, als ich ihnen von Alaska als Reiseziel berichtete. Dabei, und das habe ich bereits vor Jahren bei meiner ersten Alaska-Reise gelernt, ist Anchorage ab Frankfurt mit nur neun Stunden Flugzeit näher als Miami oder Los Angeles. Die Erdkugel wird oben so schmal, dass der direkte Weg von Deutschland über Nordgrönland und die kanadische Arktis bis nach Anchorage so erstaunlich kurz ist. Wer nur auf Papier gedruckte Weltkarten im Kopf hat, den erstaunt das.

Anchorage liegt auch genau auf halbem Wege zwischen der US-Ostküste und wichtigen Städte Asiens wie Seoul, Hongkong oder eben Tokio. Aus genau diesem Grund ist ausgerechnet dieser Flughafen in Alaska bis heute der meist frequentierte Frachtairport der Welt. Denn selbst modernste Frachter schaffen die Distanz zwischen Nordamerika und Asien anders als Passagierjets nicht nonstop. Zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten kann man daher eine ganze Armada von 747-, MD-11- und Boeing 777-Frachtern beobachten, wie sie wie an einer Perlenkette aufgereiht zum Anflug auf Anchorage ansetzen vor der grandiosen Kulisse der Chugach Mountains.

Als Boeing vor einiger Zeit einen Werbefilm über ihre Frachter drehen wollte ging man nach Anchorage – nirgends sonst sind soviele davon im Einsatz zu beobachten. Kurioserweise gibt es allerdings kaum interkontinentale Passagierflüge – mit der Ausnahme von Condor, die den Markt Europa-Alaska erfolgreich seit fast einem Jahrzehnt im Monopol bedient. Nächstes Jahr will auch Icelandair erstmals ihr Glück hier versuchen.

Angebote und Dienstleistungen aus dem airliners.de-Firmenfinder
So finden Sie Ihren Job am Flughafen
So finden Sie Ihren Job am Flughafen TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH - Wer seine beruflichen Ziele in der Luftfahrt verwirklichen will, dem bieten sich am Flughafen viele Möglichkeiten. Bei TEMPTON gibt es Jobs in etliche... Mehr Informationen
EASA Part-21G
EASA Part-21G Lufthansa Technical Training GmbH - Die Teilnehmer/innen erfahren nach einer Einführung in die Systematik des europäischen Luftrechts die detaillierten Anforderungen an genehmigte Herste... Mehr Informationen
Zertifikatsprogramme am Wildau Institute of Technology
Zertifikatsprogramme am Wildau Institute of Technology Wildau Institute of Technology e. V. (WIT) - Am Puls der Zeit: Zertifikatskurse für Ihren beruflichen Erfolg. Wie die Arbeitswelt wird auch die berufsbegleitende Bildung immer flexibler. Deshalb... Mehr Informationen
OTS Online - Trainingssoftware
OTS Online - Trainingssoftware STI Security Training International GmbH - Das Original geht online Die global etablierte OTS Software zur Röntgenbildauswertung ist auch online verfügbar. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter ortsu... Mehr Informationen
ch-aviation PRO
ch-aviation PRO ch-aviation GmbH - The world’s leading airline intelligence resource tool providing in-depth coverage of airlines and related news, as well as their fleet, network, and... Mehr Informationen
Schlüsselband mit „Seatbelt“-Schnalle - Remove Before Flight - 1 Stück
Schlüsselband mit „Seatbelt“-Schnalle - Remove Before Flight - 1 Stück RBF-Originals.de - **1 gewebtes Schlüsselband (Lanyard), Motiv einseitig: Remove Before Flight** Der Hingucker an diesem festen, hochwertigen Schlüsselhalsband (Lanya... Mehr Informationen
AviationPower Engineering Services
AviationPower Engineering Services AviationPower Group - IN DER THEORIE NENNEN WIR ES AVIATION ENGINEERING SERVICES. IN DER PRAXIS EINFACH NUR LEIDENSCHAFT. Hinter unseren Aviation Engineering Services steh... Mehr Informationen
Jetzt Air Traffic Management studieren
Jetzt Air Traffic Management studieren Hochschule Worms - Der englischsprachige Bachelor-Studiengang Air Traffic Management – dual ist ein ausbildungsintegriertes Studium in Kooperation mit der DFS Deutsche F... Mehr Informationen

Anchorage macht nur einen Teil des Reizes von Alaska für Luftfahrtfreunde aus. Ein anderer ist die Unwegsamkeit dieses riesigen Landes mit seinen gerade 700.000 Bewohnern, von denen viele nur auf dem Luftweg erreichbar sind. Entsprechend wichtig ist vor allem die inner-alaskanische Luftfracht. Das wiederum bewirkt, dass hier Flugzeuge im Einsatz sind, die anderswo allenfalls noch im Museum zu besichtigen sind. Die sieht man am besten in Fairbanks, dem anderen internationalen Flughafen nördlich von Anchorage.

Dort war ich vor einiger Zeit bei Everts Air Cargo, die eine höchst exotische Flotte betreiben. DC-6-Frachter sind dabei beinahe noch normal, wirklich exotisch sind die spartanischen fliegenden Lastwagen des Typs Curtiss C46 Commando, Baujahr 1943. Unfassbar, aber die sollen noch mindestens 20-30 Jahre weiter fliegen, versicherten mir die freundlichen Leute bei Everts. Sie halten die zweimotorigen Dickbäucher gut in Schuß, in den spartanischen Cockpits haben immerhin GPS und andere moderne Errungenschaften Einzug gehalten. Nur schade, dass sich mein Traum nicht erfüllen wird darin mitzufliegen. Das erlaubt die FAA nicht und ich müsste mein Glück beim letzten kanadischen Betreiber versuchen.

Eine dritte Attraktion Alaskas liegt direkt neben dem Flughafen Anchorage – der Lake Hood. Das ist die größte Wasserflugzeug-Basis der Welt mit über tausend ansässigen Cessnas, Beavers und Pipers. Unablässig dröhnen sie mit ihren dicken Schwimmern anstelle von Rädern in den Himmel, auf dem Weg zum Fischen oder zu irgendeinem einsamen Wochenendhaus an einem der unendlich vielen Seen. Einer von 30 Alaskanern hat einen Pilotenschein, wiederum einer von diesen 30 besitzt sein eigenes Flugzeug, oft anstelle eines hier manchmal nutzlosen Autos.

Vom Lake Hood kann man auch direkt abheben zur größten Sehenswürdigkeit des Bundesstaates, dem mächtigen Denali oder Mount McKinley, mit 6.196 Metern der höchste Berg Nordamerikas. Bei klarem Wetter ist es ein überwältigendes Erlebnis, in einer kleinen Maschine zwischen den steil aufragenden Felswänden und tiefen Gletscherspalte umherzukurven. Letzte Woche war ich wieder dort, diesmal erstmals mit meiner Frau am Steuerknüppel des Piper Pacer-Buschfliegers. Mehr Alaska geht nicht, und ich kann davon nicht genug kriegen.

Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil

RBF-Originals.de

Ihr Spezialist für "Remove Before Flight"-Anhänger

Zum Firmenprofil

Hochschule Worms

Wissen, worauf es ankommt!

Zum Firmenprofil

GAS German Aviation Service GmbH

Deutschlands größtes FBO & Handling Netzwerk

Zum Firmenprofil

Aviation Quality Services GmbH

Safety and quality need a partner

Zum Firmenprofil

Naske Rechtsanwälte

Spezialisten im Luftrecht

Zum Firmenprofil

STI Security Training International GmbH

Wir trainieren Ihre Sicherheit.

Zum Firmenprofil

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil