Luft- und Raumfahrtbranche wächst in Brandenburg weiter

Zwar ist der neue Hauptstadtflughafen BER immer noch nicht am Netz - die Luft- und Raumfahrtindustrie wächst in der Region trotzdem weiter.

Ein Rolls-Royce-Mechaniker arbeitet an einem Flugzeugtriebwerk im Werk in Dahlewitz © dpa / Patrick Pleul

Die Zahl der Luft- und Raumfahrtunternehmen in der Hauptstadtregion wächst weiter an. Wie Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) mitteilte, sind hier mittlerweile 130 Betriebe aktiv, zehn mehr als noch vor zwei Jahren. Damit stieg die Zahl der Beschäftigten von 6000 auf heute etwa 7500. 2013 ist den Angaben zufolge ein Exportvolumen von nahezu 2,1 Milliarden Euro erreicht worden. Das entspricht rund 16 Prozent der Gesamtausfuhr Brandenburgs. Damit ist Hauptstadtregion weiterhin der drittgrößte Standort der Branche in Deutschland.

Als Beleg für den anhaltenden Aufwärtstrend führte Christoffers unter anderem die 65-Millionen-Investition des britischen Triebwerk-Herstellers Rolls-Royce an, der in Blankenfelde-Mahlow sich ein neues Prüfzentrum errichtet.

Zudem hätten sich um Kernunternehmen wie Lufthansa Technik oder MTU viele Zulieferbetriebe angesiedelt. «Inzwischen werden fast alle Facetten der Branche abgedeckt - von der Antriebstechnik über umfangreiche Arbeiten am Flugzeugen im Bereich Wartung, Reparatur und Überholung bis hin zur vollständigen Produktion von Flugzeugen», hob Christoffers hervor.

Zudem verwies Christoffers auf die am morgigen Dienstag startende Internationale Luftfahrtausstellung (ILA). Sie zähle zu den Industrie-Leitmessen in Brandenburg. «Eine ILA bringt 190 Millionen Euro in die gesamte Region. Im Klartext: Der Aufbau des ILA-Geländes in Selchow zahlt sich für Brandenburg aus, jeder Cent ist gut investiertes Geld», teilte der Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg, Rolf Strittmatter, mit.

Von: dpa

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