airliners.de Logo

Lütke Daldrup will 50 bis 60 Millionen Euro sparen

Die Berliner Flughafengesellschaft braucht coronabedingt neue Millionenunterstützung. Ungefähr ein sechstel des Betrages will die FBB selbst aufbringen. Der Flughafen wird weiter öffentliche Hilfen benötigen.

Der Chef der Berliner Flughäfen, Engelbert Lütke Daldrup. © dpa

Die Eigentümer der Berliner Flughafengesellschaft - Berlin, Brandenburg und der Bund - haben Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup bis zu 300 Millionen Euro für dieses Jahr in Aussicht gestellt, um die schweren Corona-Verluste der Gesellschaft auszugleichen. Doch nach Einschätzung Lütke Daldrups wird der Flughafen nicht die volle Summe benötigen.

Der Grund: "Weil wir zwar etwa 300 Millionen Euro an Einnahmen verlieren, aber doch um die 50 bis 60 Millionen eigenen Sparbeitrag erbringen", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup vor dem Sonderausschuss des Brandenburger Landtags zum geplanten Flughafen BER. Dennoch seien die Flughäfen auch in den Folgejahren auf staatliche Hilfe angewiesen, betonte er.

Am vergangenen Freitag hatte die FBB über ein Sparpaket informiert. Einsparungen soll es bei Investitionen und auch beim Personal geben. Ein Großteil der Beschäftigten arbeite bereits in Kurzarbeit. Neueinstellungen seien bis auf Weiteres ausgesetzt. Das gilt auch für wichtige Posten wie etwa die vakante Stelle des Technikchef. Dieser bleibt auf unabsehbare Zeit vakant.

© Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Günter Wicker Lesen Sie auch: Posten des BER-Technikchef wird vorerst nicht nachbesetzt

Doch die Krise könnte auch einen Stellenabbau am Flughafen zur Folge haben. Lütke Daldrup sagte, er wolle "betriebsbedingte Kündigungen vermeiden". Mit den Tarifpartnern müsse deshalb auch über Altersteilzeit oder andere Lösungen gesprochen werden. In welcher Größenordnung Stellen möglicherweise eingespart werden müssen, ließ er offen.

BER wird mit 40 Prozent des üblichen Passagieraufkommens eröffnen

Neue Verbindlichkeiten über Fremdkapital könnten nur aufgenommen werden, wenn die finanziellen Probleme mit Hilfe der Gesellschafter gelöst werden könnten. "Und die Probleme werden auch in 2021 und in die Folgejahre hineinragen."

Denn der Flughafen wird weiter Verluste machen: Zur geplanten Inbetriebnahme des BER Anfang November rechnet Lütke Daldrup mit lediglich etwa 40 Prozent des sonst üblichen Passagieraufkommens zu dieser Zeit.

Von: dpa-AFX, br

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Flughäfen BER FBB Engelbert Lütke Daldrup Kapitalmarkt Wirtschaft Corona-Virus