Linz will ab 2020 elektrische Lufttaxis testen

Linz will im nächsten Jahr elektrisch angetriebene Lufttaxis in Betrieb nehmen. Als Fluggeräte sollen "EHang 216" aus China zum Einsatz kommen. Die österreichische FACC war 2018 eine strategische Partnerschaft mit EHang eingegangen

FACC und EHang arbeiten gemeinsam am Modell 216. © FACC AG

Im österreichischen Linz soll 2020 ein elektrogetriebenes Lufttaxi auf einer Teststrecke unterwegs sein. Die stadteigene Linz AG werde dazu die Infrastruktur für eine Luftstraße einrichten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

"Es ist eine der ersten urbanen Test-Luftstraßen weltweit", sagte ein Sprecher des Flugzeugkomponentenherstellers FACC. Es gehe darum, Start- und Landestrukturen, Fragen des Batterieaustauschs oder auch die Akzeptanz in der Bevölkerung zu klären. Vom passagierlosen Test bis zum ersten regulären Einsatz sollen weniger als fünf Jahre vergehen.

Das autonome Lufttaxi vom Typ "EHang 216" solle künftig den öffentlichen Verkehr in Österreichs zweitgrößter Stadt ergänzen, hieß es. Rund 300.000 Euro koste ein 360 Kilo schweres Fluggerät mit 16 Rotoren, das zwei Menschen befördern könne. Die Akkus für die achtarmige Drohne sollen für rund 50 Kilometer reichen.

Bei dem Fluggerät handle es sich um ein gut erprobtes Modell, das bereits 7000 Flugstunden hinter sich habe, 2000 davon bemannt, sagte ein Sprecher von EHang. Das chinesische Unternehmen gilt als Weltmarktführer im Bereich autonome Flugsteuerung und Software.

Die österreichische FACC war 2018 eine strategische Partnerschaft mit EHang eingegangen. Nach Unternehmensangaben sollen gemeinsam autonome Luftfahrzeuge optimiert und zur Serienreife gebracht werden.

Von: hr, dpa

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