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Lilium Jet im Flug. © Lilium

Elektro-Flugtaxis des Münchner Start-ups Lilium könnten künftig von den Flughäfen München und Nürnberg aus starten. Diese sollten zu Knotenpunkten eines Netzwerks regionaler Verbindungen werden, teilte das Unternehmen mit. Ziel sei es, Passagiere in den nächsten Jahren mit den vollelektrischen Senkrechtstartern zwischen den verschiedenen Standorten hin und her transportieren zu können.

Das Preisniveau soll vergleichbar mit herkömmlichen Verkehrsmitteln sein. Nach Nordrhein-Westfalen und Florida (USA) ist Bayern die dritte Region, zu der sich das Unternehmen für eine frühzeitige Betriebsaufnahme bekannt hat. Auf Basis von Grundsatzvereinbarungen mit den Landeplatz-Betreibern der Zukunft habe man in den vergangenen Jahren konkrete Studien zu allen relevanten Fragen wie zum Beispiel zu Standortsuche, baulicher Umsetzung und Luftraumintegration sowie Anwendungsfällen und Routen unternommen, so Lilium.

Die Lilium-Jets mit sieben Sitzen sollen senkrecht starten und landen. Die Strecke sollen sie mit Hilfe von Tragflächen wie konventionelle Flugzeuge zurücklegen. Nach Angaben von Lilium kommen sie auf eine Reichweite von 250 Kilometern und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 280 Kilometer pro Stunde. Bis 2025 soll die Serienproduktion und der Betrieb regionaler Flugdienste beginnen. Ein Teil der geplanten frühen Flugzeugproduktion ist für das Netzwerk in Bayern vorreserviert.

Erst kürzlich hatte Lilium bekanntgegeben, mit dem Flughafenbetreiber Ferrovial in Florida ein Netz von mehr als zehn Start- und Landeplätzen für seine Senkrechtstarter aufzubauen. Auch die beiden größten nordrhein-westfälischen Flughäfen Düsseldorf und Köln prüfen gemeinsam mit dem Münchner Hersteller den Einsatz von Lufttaxis.