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Der Flughafen Leipzig/Halle ist das zweitgrößte Frachtdrehkreuz Deutschlands. © Flughafen Leipzig/Halle / Uwe Schossig

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Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) spricht sich für den Flughafenausbau aus. Der Flughafen sei ganz wesentlich für die Entwicklung der Stadt, sagte Jung. Das gelte für die Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit in der Vergangenheit ebenso wie die wirtschaftlichen Chancen in der Zukunft.

Allerdings müssten die derzeitigen Erweiterungspläne nachgebessert werden, etwa wenn es um den Lärmschutz gehe. "Wir wollen ein Lärmschutzgutachten auf einem anderen Niveau, wir möchten das Nachtschutzgebiet neu diskutieren, und wir wollen die kurze Südabkurvung verhindern", sagte der SPD-Politiker.

Deutschlands zweitgrößtes Frachtdrehkreuz

Der Flughafen - inzwischen der zweitgrößte Frachtairport in Deutschland - plant eine deutliche Erweiterung. Dagegen regt sich viel Widerstand. Vor allem die erwartete Zunahme von nächtlichen Flügen sorgt für Kritik.

Der Flughafen hat für Frachtmaschinen eine Nachtflugerlaubnis. Gegen die Pläne konnten seit November Einwendungen bei der Landesdirektion Sachsen gemacht werden. Die Frist dafür läuft am 15. Februar ab.

Kritik von Bürgerinitiativen

Allerdings regt sich gegen den geplanten Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle erheblicher Widerstand. Bei einer Kundgebung vor der Landesdirektion in Leipzig wollten das "Aktionsbündnis gegen den Flughafenausbau" und die Bürgerinitiative "Gegen die neue Flugroute" am Montag eine Protestnote mit mehr als 7500 Ablehnungen überreichen. "Wir brauchen endlich ein Flughafenmoratorium für diese lauteste stadtnahe nächtliche Lärmquelle Deutschlands", sagte der Sprecher der Bürgerinitiative, Matthias Zimmermann, laut einer Mitteilung.

Der Flughafen plant eine deutliche Erweiterung. Vor allem die erwartete Zunahme von nächtlichen Flügen sorgt für Kritik. Der Flughafen hat für Frachtmaschinen eine Nachtflugerlaubnis. "Statt einer Intensivierung des Frachtflugverkehrs soll der Freistaat eine klimagerechte Verkehrswende einleiten, zum Beispiel durch eine schrittweise Verlagerung der Fracht auf die Schiene", betonte Elisabeth Reckmann vom Aktionsbündnis.

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