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Airbus-Chef Tom Enders: Kein neuer Kontrakt nach 2019? Foto: © dpa

Airbus-Chef Tom Enders steht offenbar davor, den Konzern zu verlassen. Er wolle sich nicht für eine neue Amtszeit nach Ablauf seines derzeitigen Vertrags bewerben, der im Jahr 2019 endet, berichtet die französische Zeitung "Le Figaro". Das Blatt berief sich auf eine "gute Quelle", die mit der Aussage zitiert wird, Enders habe kürzlich den Pariser Élyséepalast entsprechend informiert. Airbus wies die Gerüchte als "reine Spekulationen" zurück.

"Es ist keine Entscheidung getroffen worden, und was wir heute in der französischen Presse sehen, ist reine Spekulation", sagte ein Airbus-Sprecher. Schon vor einigen Wochen war in Medienberichten über eine Ablösung von Enders spekuliert worden. Die Bundesregierung hatte daraufhin Anfang November mitgeteilt, sie sehe keinen Anlass, über die Zukunft des Airbus-Chefs nachzudenken.

Verwaltungsrat berät Donnerstag

Angesprochen auf die neuen Spekulationen teilte Enders mit, weder die französische Presse, noch die französische oder eine andere Regierung entschieden über seine Zukunft. Die Entscheidung treffe entweder der Verwaltungsrat oder er selbst, und "idealerweise" werde die Entscheidung von beiden Seiten "im Konsens" getroffen. Der Verwaltungsrat befasst sich am Donnerstag mit dem Thema.

Airbus ist ein Politikum. Deutschland und Frankreich halten jeweils 12,5 Prozent der Anteile an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern. Der Deutsche Tom Enders steht seit 2012 an der Spitze des Konzerns, der damals noch EADS hieß. Der Franzose Fabrice Bregier ist als Chef des wichtigen Verkehrsflugzeug-Geschäfts die Nummer zwei.

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Sollte Enders tatsächlich gehen, wäre Bregier ein Kandidat für die Nachfolge. Wenn der Franzose den Topjob jedoch nicht bekomme, so dürfte auch er das Unternehmen verlassen, schrieb "Le Figaro". Dies könnte Anfang kommenden Jahres passieren, berichtete die Zeitung "Les Echos" fast zeitgleich.

Auslöser soll Schmiergeldaffäre sein

Dem "Figaro" zufolge steht sein Verzicht auf ein weiteres Mandat im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre um Airbus, die seine Stellung geschwächt habe. In der Affäre geht es um den Verdacht der Bestechung ausländischer Beamter sowie um Geldwäsche-Vorwürfe. Enders war im Oktober als Zeuge vernommen worden.

© dpa, Caroline Blumberg Lesen Sie auch: Airbus kämpft mit Korruptionsverdacht und Triebwerksproblemen

Airbus hatte sich 2016 bei der britischen Antikorruptionsbehörde SFO selbst angezeigt. Parallel durchleuchten auch französische und deutsche Behörden das Unternehmen. Dabei geht es um Schmiergeldzahlungen beim Verkauf von Kampfflugzeugen, aber auch von Verkehrsflugzeugen. Enders hatte Anfang Oktober in einem Brief an die Mitarbeiter gewarnt, die Ermittlungen hätten "potenziell ernste Konsequenzen - einschließlich hoher Strafen für das Unternehmen".